Espresso: Erfahrung mit einfachen Siebträger-Maschinen?

lst08

Well-Known Member
Ich habe nun seit einem Monat eine ESE Padmaschine (La Piccola Piccola).
Die ist für mich als absoluter Anfänger, der absolut keine Lust hat sich in das Thema einzuarbeiten okay.
Was ich aber deutlich merke ist, dass die Vollmundigkeit gegenüber dem Espresso, den mir meine Freundin zubereitet, fehlt.
Bitte ausführlichen Bericht! Überlege auch fürs home-office.
 

Niccoló

Member
Espresso_setup.jpg

Mein Siebträger-setup.

Seitdem ich dieses setup habe, trinke ich Espresso/Cappuccino fast ausschließlich nur noch zu hause. Jeder, der eine halbwegs vernünftige Siebträgermaschine zu hause stehen hat macht sehr schnell die Erfahrung, dass es recht schwierig ist auswärts einen akzeptablen Kaffee zu bekommen.
 

Lionel_Hutz

Well-Known Member
Wir halten als Ergebnis fest, dass es zwei Alternativen gibt:

1. Wir trinken nur Brühkaffee (naja vielleicht noch aus der Aeropress) bis ein Budget von 5 Riesen zur Verfügung steht, um sich richtig professionelles Equipment zu kaufen, weil man mit allem anderen ja nur Plörre produziert.

2. Wir kaufen mit dem Budget, was wir uns vorstellen das Beste was wir kriegen können (ja die Mühle ist wichtiger als die Maschine) und experimentieren damit halt so gut es geht. Idealerweise wissen wir danach, wofür die 5 Riesen hinblättern wollen, wenn es uns packt.

Ich habe da so ein fatales Déja Vu in die HiFi-Welt der 80er wo ja auch manche sagten, dass man beim Radiorecorder bleiben sollte, bis man nicht vierstellige Beträge für Boxen hinblättern könne. Und auf die Kernwelt des Forums übetragen, hieße es: Trag' doch die T-Shirts vom Lidl bis es zum Vollmaß reicht.

Ich finde Nummer 2. den durchaus besseren Ansatz. Die Grenznutzenproblematik gilt sogar für Espressomaschinen und finde diesen, wenn Du keine xyz ausgeben kannst, hast Du in unsrem elitären Club eh nichts mitzureden-Ansatz zumindest schwierig.

Wenn jemand nach "einfachen Siebträger-Maschinen" fragt, ist es doch völlig okay irgednwas günstiges zu kaufen - vor allem wenn eine Mühle dazu gekauft wird, die den Kaffee nicht grillt. Man kann natürlich das Mahlergebnis unter dem Mikroskop betrachten und mäkeln, dass die Partikel noch keine ausreichend homogene Größe haben oder noch drei Grad weniger Wärme beim Mahlen hätten ausgesetzt sein sollen.

Ich finde den Snobismus hier aber manchmal unerträglich. Man kann - wenn man weiß/lernt was man tut - auch mit nicht so teurem Equipment durchaus ordentliche Ergebnisse erreichen, mit denen man vielleicht keine Barista-Meisterschaft gewinnen wird, aber locker outperformt, was in vielen Gastronomiebetrieben so als Espresso verkauft wird.

Man kann natürlich auch das Bessere der Feind des Guten sein lassen und sich vor Resignation einen Teebeutel ins Wasser hängen - ach nee, dann wird man ja von den Tee-Enthusiasten hingerichtet ...
 

Dr. Martens

Well-Known Member
Ich finde den Snobismus hier aber manchmal unerträglich. Man kann - wenn man weiß/lernt was man tut - auch mit nicht so teurem Equipment durchaus ordentliche Ergebnisse erreichen, mit denen man vielleicht keine Barista-Meisterschaft gewinnen wird, aber locker outperformt, was in vielen Gastronomiebetrieben so als Espresso verkauft wird.

Man kann auch mit Lloyd-Schuhen und H&M Sakko ein durchaus ordentliches Ergebnis erreichen, mit denen man vielleicht kein Stilmagazin-Preise gewinnen wird, aber locker outperformt, was in vielen Innenstädten so als Outfit verkauft wird.
 
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