Ein Jahr ohne Neueinkäufe - ein Reisebericht

Borrelli

Well-Known Member
Ja ja die Dogmatik, da sind wir utschen sehr gut darin. Vor allem es anderen zu erklären ;-)

Ich habe kein Problem mit der vorgenommenen Ausnahme. Ich habe damit Schuhmacher in Italien unterstützt und selbst einen Vorteil daraus gezogen.
Warum sollte ich, der ich die Regel für mich gemacht habe, nicht eine Anpassung dort vornehmen, wo dies für mich sinnvoll ist.

Ich bin niemanden gegenüber rechenschaftspflichtig und habe mich niemanden gegenüber verpflichtet. Insofern, was schert mich das Geschwätz von anderen :)


Also mal Hand aufs Herz; mit Dogmatik hat das doch nichts zu tun. Nichts kaufen heißt nichts kaufen. "Schönreden" hilft da auch nichts. Kenne ich von mir nur zu gut: die "wollte ich immer schon haben" und "ausgenommen Sakkos von ,,," füllen ganze Kleiderschränke. Egal, das Leben ist kurz und was solls, andere haben ganz andere Sorgen ..
 

ThePerfectPair

Well-Known Member
Also mal Hand aufs Herz; mit Dogmatik hat das doch nichts zu tun. Nichts kaufen heißt nichts kaufen. "Schönreden" hilft da auch nichts. Kenne ich von mir nur zu gut: die "wollte ich immer schon haben" und "ausgenommen Sakkos von ,,," füllen ganze Kleiderschränke. Egal, das Leben ist kurz und was solls, andere haben ganz andere Sorgen ..

Aber denkt denn wenigstens einer mal an die italienischen Schuhmacher?! :'-(


MfG
 

Newton

Well-Known Member
Also mal Hand aufs Herz; mit Dogmatik hat das doch nichts zu tun. Nichts kaufen heißt nichts kaufen. "Schönreden" hilft da auch nichts. Kenne ich von mir nur zu gut: die "wollte ich immer schon haben" und "ausgenommen Sakkos von ,,," füllen ganze Kleiderschränke. Egal, das Leben ist kurz und was solls, andere haben ganz andere Sorgen ..

Natürlich kann man es so sehen, dass das Schönrednerei ist. Was mich davon überzeugt hatte, eine Anpassung vorzunehmen, war Urbans Aufruf zur Unterstützung der Schuhmacher in Montegranaro. Ich hätte mit dem Schuhkauf ohne Schwierigkeiten bis nächstes Jahr warten können, es gibt ja genügend Alternativen. Dass dies hier zu kritischen und bissigen Kommentaren führen wird, damit habe ich gerechnet und kann damit gut leben.
 

Borrelli

Well-Known Member
Ach was, weder kritisch, geschweigedenn bissig; wir sitzen doch hier alle in einem Boot und sind insoweit Brüder im Geiste. Stell Dir vor, es wären Pateks oder Bentleys, dann hätten wir ein echtes Problem
 

Scarlatti

Well-Known Member
100% ist halt eine greifbare Grenze, 98% nicht. Vielleicht wären Budgets eine Möglichkeit, aber da kann man am Ende auch mogeln. Solange der Kauf ein Einzelfall bleibt und nicht alle Dämme brechen, was soll's. Ziel zwar formal verfehlt, aber den Kern des Gedankens verwirklicht.
 

Newton

Well-Known Member
Wie gesagt, ich kann gut damit leben, denn
- der Schuhkauf ändert nichts an meiner grundlegenden Haltung gegenüber Neukäufen,
- meine Kleiderschränke werden langsam überschaubarer, dazu hat der Wechsel auf Sommerkleidung geholfen, denn hierbei wurde weiter gut aussortiert,
- ich beschäftige mich weniger mit der Suche nach dem einen Stück, das gefühlt noch fehlt (und wenn ich es gefunden zu haben glaube, urplötzlich an anderer Stelle und in anderer Form wieder erscheint),
- ich investiere meine Zeit sinnvoller, anstatt online oder offline nach Kleidung zu suchen,
- ich habe mit dem Kontakt zu Andrea und den daraus resultierenden Schuhen positive, neue Erfahrungen machen dürfen.

Der Punkt von @lockout ist sehr wichtig: Wir denken oftmals schwarzweiss und dabei schließe ich mich mit ein. In der Konsequenz bedeutet das dann keine Einkäufe sind eben keine Einkäufe. Also failed!

stimmt! Die viel wichtigere Frage ist aber, ob ich nach einem failed das eigentlich sinnvolle Ziel volkommen und vielleicht auch von mir enttäuscht, aufgebe. Das ist exakt das Problem, was uns / mich davon abhält eine Ambition zu erreichen, mindestens aber ihr näher zu kommen. Sei es beim Sport, beim Abnehmen oder eben wie hier beim Kleiderkauf.

Luther sagte und wenn morgen die Welt untergeht, so pflanze ich doch heute noch ein Apfelbäumchen.

Diese nach vorne gerichtete (und eben nocht nach hinten gerichtete) Denkweise ist wichtiger als failed once - game over. Ist die Ambition falsch, weil man den Weg verlassen hat?

Ich kann für mich sagen, dass die Ambition nach wie vor passt und es für mich lohnend war unf weiterhin sein wird, diesen Weg zu gehen. Warum also sollte ich jetzt davon ablassen. Also, um mal Oliver Kahn zu zitieren: Weiter, immer weiter! :)
 
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