Ein Jahr ohne Neueinkäufe - ein Reisebericht

jk999

Well-Known Member
Wie sieht es denn mit den (Sekundär)-Zielen aus? Gehen Sie achtsamer und bewusster mit vorhandener Kleidung um? Tragen Sie Kleidung, die früher nicht zum Zuge kam?
 

Newton

Well-Known Member
Mein Umgang mit meinen Kleidungsstücken war auch zuvor achtsam und pfleglich. Gelitten hatte die Sichtbarkeit und die Tragezeit vieler Stücke, da immer wieder Neues „oben drauf“ kam.

Das hat sich durchaus geändert. Ich probiere alles Vorhandene durch und sortiere immer wieder aus,

Damit lichten sich die Kleiderberge und der Überblick steigt.

Es ist etwas schade, dass im Zuge von Corona und Home Office die Tragezeit formeller Kleidung stark reduziert ist und letztlich nur noch im gehobenen freizeitlichem Ausgang erfolgt. Im Home Office trage ich weder Anzug noch klassische Businessschuhe. Da steht der große Umbruch noch aus. Gleiches gilt für die Armada meiner Businesshemden.

Etwas herausfordernd ist aktuell meine leichte Gewichtszunahme, die noch nicht meine Kleidergrößen aprengt, aber ich muss gegensteuern, um damit es auch so bleibt..
 

Newton

Well-Known Member
Danke der Nachfrage, anbei gerne mein Fazit.

Vorweg, natürlich hatte Corona in 2020 größeren Einfluss auf meine Kleidungsauswahl. Seit März war mein Jahr geprägt von Home Office mit einzelnen Ausflügen ins Büro.

Wie zu weiter vorne zu lesen ist, habe ich eine Ausnahme gemacht und ein paar Schuhe von Andrea Ripani machen lassen. Die in meinem Schuhschrank stehen und die ich immer wieder gerne anschaue, leider aber nur selten trage.

Grundsätzlich habe ich festgestellt, dass ich eigentlich alles an Kleidung und Accessoires habe, was ich benötige.

Ich habe zwischendurch, insbesondere beim Saisonwechsel, viele Kleidungsstücke einer Prüfung unterzogen und einiges aussortiert, aber auch festgestellt, dass ich die allermeisten Stücke mag und gerne weiter tragen will.

Somit sind meine Kleiderschränke nach wie vor sehr gut gefüllt. Ich habe es mir für dieses Jahr zum Ziel gesetzt, dann etwas zu kaufen, wenn ich vorher festgelegt habe, was ich dafür bereit bin wegzugeben.

Gerade bei Anzügen, die ich in den letzten Monaten eher selten getragen habe, kann ich mir gut vorstellen, dass dies der Fall sein kann.

Bei Hemden hingegen habe ich festgestellt, dass ich trotz Aussortieren und Lockdown-bedingter Schließung meiner Reinigung immer noch mehr als genügend Hemden im Schrank habe, weshalb ich keinen Bedarf für Neukäufe sehe.

Insgesamt bin ich mit dem Jahr sehr zufrieden. Meine Entscheidung hat sich für mich bestätigt und mir geholfen, besser einschätzen zu können, was ich wirklich benötige und auch, dass meine bisherigen Käufe zum Großteil auch weiterhin gerne von mir getragen werden. Und offen gesagt hat es mich ganz klar auch vor dem ein oder anderen Kaufrausch bewahrt, der vor allem den Füllstand meines Kleiderschrankes erhöht hätte.
 
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