Umfrage: Wie viele Weinflaschen besitze ich

Wieviele Weinflaschen besitzt ihr?

  • 0 bis 10

    Abstimmungen: 44 33,6%
  • 10 bis 25

    Abstimmungen: 23 17,6%
  • 25 bis 50

    Abstimmungen: 13 9,9%
  • 50 bis 100

    Abstimmungen: 21 16,0%
  • 100 bis 250

    Abstimmungen: 13 9,9%
  • 250 bis 500

    Abstimmungen: 11 8,4%
  • 500 bis 1.000

    Abstimmungen: 1 0,8%
  • über 1.000

    Abstimmungen: 5 3,8%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    131
Mich überrascht sehr, dass so viele 0 bis 10 angegeben haben. Trinkt Ihr und Eure Gäste gar keinen Wein?

Ich hatte auch mal einen Weinkeller mit knapp 300 Flaschen. In den meisten Fällen ist das aber nicht sinnvoll, es sei denn man ist Alkoholiker. Interessant ist der jährliche Verbrauch, dann zeigt die Größe des Kellers die (durchschnittliche) Lagerdauer an.

Im Gegensatz zu meiner Jugendzeit wird heutzutage der überwiegende Teil des Weines so ausgebaut dass er vergleichsweise jung getrunken werden kann (klar, wenn der Winzer nicht den Wein drei Jahre im Keller liegen haben muss bevor er ihn verkaufen kann sondern nur ein Jahr, dann hat er mal eben zwei Jahreseinkommen für lau. Und geringere Kellerkosten). Es gibt Ausnahmen in Hülle und Fülle, aber wenn ich zwei Flaschen in der Woche trinke und den Wein noch ein Jahr liegen lasse habe ich 100 Flaschen im Keller.

Persönlich trinke ich hauptsächlich Weißweine, gerne trocken (i.a. etwas länger lagerfähig), aber 5 Jahre nachdem der Winzer sie verkauft hat ist allerhöchste Eisenbahn. Besser wirds einfach nicht.

N.H.
Ach ja, die 300 Flaschen damals. Irgendwann habe ich das Rechnen und genauere Prüfen angefangen. Festgestellt dass ein "ach, von dem guten Wein hebe ich mir was auf" keine so dolle Idee war. Und dann habe ich "schlucken oder spucken" gespielt und den Keller bewusst reduziert - wenig gekauft, einiges weggekippt, einiges getrunken im Bewusstsein dass der gerade noch akzeptable Tropfen mal richtig gut war.
 
300 ist schon eine Ansage. Denke auch, dass das selten wirklich Sinn ergibt. Bin da aber kein Experte.

Wir trinken gerne Wein, aber ohne das Thema großartig zu vertiefen. Wir haben unsere Lieblinge, die über die Jahre auch mal wechseln (meist Grauburgunder oder Blanc de Noir für meine Frau, Rose für den Sommer, ein paar mittelschwere Rote für mich, Sekt) die wir dann kistenweise beim Winzer kaufen, und so bewegt sich die Zahl immer zwischen 50 und 100 würde ich schätzen.

Die Anzahl hängt auch sehr von der Region ab. Ist der Wein präsent, sind die Weinkeller auch größer - alleine schon wegen all der geschenkten Flaschen.
 
Ich hatte auch mal einen Weinkeller mit knapp 300 Flaschen. In den meisten Fällen ist das aber nicht sinnvoll, es sei denn man ist Alkoholiker. Interessant ist der jährliche Verbrauch, dann zeigt die Größe des Kellers die (durchschnittliche) Lagerdauer an.

Im Gegensatz zu meiner Jugendzeit wird heutzutage der überwiegende Teil des Weines so ausgebaut dass er vergleichsweise jung getrunken werden kann (klar, wenn der Winzer nicht den Wein drei Jahre im Keller liegen haben muss bevor er ihn verkaufen kann sondern nur ein Jahr, dann hat er mal eben zwei Jahreseinkommen für lau. Und geringere Kellerkosten). Es gibt Ausnahmen in Hülle und Fülle, aber wenn ich zwei Flaschen in der Woche trinke und den Wein noch ein Jahr liegen lasse habe ich 100 Flaschen im Keller.

Persönlich trinke ich hauptsächlich Weißweine, gerne trocken (i.a. etwas länger lagerfähig), aber 5 Jahre nachdem der Winzer sie verkauft hat ist allerhöchste Eisenbahn. Besser wirds einfach nicht.

N.H.
Ach ja, die 300 Flaschen damals. Irgendwann habe ich das Rechnen und genauere Prüfen angefangen. Festgestellt dass ein "ach, von dem guten Wein hebe ich mir was auf" keine so dolle Idee war. Und dann habe ich "schlucken oder spucken" gespielt und den Keller bewusst reduziert - wenig gekauft, einiges weggekippt, einiges getrunken im Bewusstsein dass der gerade noch akzeptable Tropfen mal richtig gut war.
Same here. Ich dachte am Anfang, das braucht man einfach und ich begann mit Bordeaux, wo das durch die Notwendigkeit von langen Flaschenreifezeiten von um die 10 Jahren Minimum auch stimmte. Aber dann fielen mir im Laufe der Zeit zwei Dinge auf:
1.) Ich mag andere Rotweine lieber als Bordeaux (durchaus mit den gleichen Rebsorten aus Überseeregionen, aber auch ganz anderen) und die brauchen teilweise dramatisch weniger Reifezeit.
2.) Ich kaufe jedes Jahr enthusiastisch nach und vergesse dabei die vorhandenen Altweine, die dann tendenziell überlagern. Alleine die zahlreichen neuen Probierweine verhindern den Abbau der Altbestände.

Das hat mir sehr zu denken gegeben und ich habe darauf reagiert. Bin jetzt im Moment immer zwischen 100 und 150 und damit komme ich gut klar.
 
Ich hatte auch mal einen Weinkeller mit knapp 300 Flaschen. In den meisten Fällen ist das aber nicht sinnvoll, es sei denn man ist Alkoholiker. Interessant ist der jährliche Verbrauch, dann zeigt die Größe des Kellers die (durchschnittliche) Lagerdauer an.
Diese Schlussfolgerung ist zu simpel. Wie bei fast allen Sammlungen ist die Leidenschaft Triebfeder und eine simple Verbrauchs-/Kapazitätsrechnung greift zu kurz. Neben der Befriedigung von Sammellust und Habenwollen freue ich mich bei einem Vorrat, der schneller wächst, als ich alleine wegtrinke, auch, dass Teilen fast unumgänglich ist. Ich bringe zu interessierten Freunden meistens eine ganze Kiste interessanter Weine mit, durch die man sich in größerer Runde durchprobieren kann.

Im Gegensatz zu meiner Jugendzeit wird heutzutage der überwiegende Teil des Weines so ausgebaut dass er vergleichsweise jung getrunken werden kann (klar, wenn der Winzer nicht den Wein drei Jahre im Keller liegen haben muss bevor er ihn verkaufen kann sondern nur ein Jahr, dann hat er mal eben zwei Jahreseinkommen für lau. Und geringere Kellerkosten). Es gibt Ausnahmen in Hülle und Fülle, aber wenn ich zwei Flaschen in der Woche trinke und den Wein noch ein Jahr liegen lasse habe ich 100 Flaschen im Keller.
Es gibt ja viele Menschen, die mit gereiften Weinen wenig anfangen können, aber pauschal so als Aussage über das Weinmachen halte ich das für falsch. Selbst beschränkt auf Deutschland profitieren die besseren Gewächse eigentlich ausnahmslos von Flaschenreife. Vieles von dem, wofür Anbaugebiete hier international geschätzt werden, ist sogar extrem lagerfähig (z.B. die unzähligen restsüßen Rieslinge auf Weltklasseniveau). Auch wenn man beim Spätburgunder etwas höher ins Regal greift sind 10+ Jahre Flaschenreife eher die Regel als die Ausnahme.
Persönlich trinke ich hauptsächlich Weißweine, gerne trocken (i.a. etwas länger lagerfähig), aber 5 Jahre nachdem der Winzer sie verkauft hat ist allerhöchste Eisenbahn. Besser wirds einfach nicht.
Ich habe für einen Besuch heute einen Weißburgunder GG Schlossberg von Franz Keller aus 2014, einen 1er Cru Chablis von Daniel Etienne Defaix aus 2003, einen Sauvignon Blac Baer von Oliver Zeter aus 2014 und einen Nonnenberg von Georg Breuer von 2015 eingepackt und bin recht zuversichtlich, dass die trotz des Alters noch Freude bereiten.

Ach ja, die 300 Flaschen damals. Irgendwann habe ich das Rechnen und genauere Prüfen angefangen. Festgestellt dass ein "ach, von dem guten Wein hebe ich mir was auf" keine so dolle Idee war. Und dann habe ich "schlucken oder spucken" gespielt und den Keller bewusst reduziert - wenig gekauft, einiges weggekippt, einiges getrunken im Bewusstsein dass der gerade noch akzeptable Tropfen mal richtig gut war.

Ist wie gesagt auch immer Geschmackssache - ob ich mit den sicher an sich sensationellen Weinen eines Francois Audouze was anfangen könnte, weiß ich auch nicht, aber pauschalisieren kann man die Vorteile und Nachteile von Falschenreife sicher nicht.
 
Diese Schlussfolgerung ist zu simpel. Wie bei fast allen Sammlungen ist die Leidenschaft Triebfeder und eine simple Verbrauchs-/Kapazitätsrechnung greift zu kurz. Neben der Befriedigung von Sammellust und Habenwollen freue ich mich bei einem Vorrat, der schneller wächst, als ich alleine wegtrinke, auch, dass Teilen fast unumgänglich ist. Ich bringe zu interessierten Freunden meistens eine ganze Kiste interessanter Weine mit, durch die man sich in größerer Runde durchprobieren kann.

Du hast das mit dem "Verbrauch" aber schon verstanden, ja? OK, das mit dem Alkoholiker war überspitzt, aber in der Summe bleibt es recht simpel: wenn Du, wie Du von Dir sagst, den Vorrat schneller wachsen lässt als Du ihn verbrauchst solltest Du Dich rechtzeitig nach einem günstigen Tiefbauunternehmen umsehen. Das skaliert nicht.

Sammlung von verderblichen Gütern ist so eine Sache. Mit noch so viel Sammellust und Habenwollen ist eine Sammlung von Bananen halt wenig sinnvoll.

Es gibt ja viele Menschen, die mit gereiften Weinen wenig anfangen können, aber pauschal so als Aussage über das Weinmachen halte ich das für falsch. Selbst beschränkt auf Deutschland profitieren die besseren Gewächse eigentlich ausnahmslos von Flaschenreife. Vieles von dem, wofür Anbaugebiete hier international geschätzt werden, ist sogar extrem lagerfähig (z.B. die unzähligen restsüßen Rieslinge auf Weltklasseniveau). Auch wenn man beim Spätburgunder etwas höher ins Regal greift sind 10+ Jahre Flaschenreife eher die Regel als die Ausnahme.

Ist das so? Meinst Du nicht dass die durchschnittliche Trinkreife heutzutage früher erreicht ist als vor 30, 40 Jahren? Dann ist das meine Wahrnehmung, wirkliche Zahlen habe ich nicht dazu. "Gefühlte Wahrheit" und so.

Dass es lagerfähige Weine gibt habe ich nicht bestritten.

Ich habe für einen Besuch heute einen Weißburgunder GG Schlossberg von Franz Keller aus 2014, einen 1er Cru Chablis von Daniel Etienne Defaix aus 2003, einen Sauvignon Blac Baer von Oliver Zeter aus 2014 und einen Nonnenberg von Georg Breuer von 2015 eingepackt und bin recht zuversichtlich, dass die trotz des Alters noch Freude bereiten.

Also 20 Jahrgänge im Keller (mindestens, bei 2003), verteilst den Wein gerne kistenweise (sagen wir: 150 Flaschen im Jahr), macht also einen Keller von rund 3000 Flaschen. Respekt. Vermutlich bekommst Du bereits jedes Jahr zu Weihnachten eine Flasche Asti Spumante als Dankeschön von Deinem persönlichen Tiefbauer. :)

N.H.
 
Ich habe für einen Besuch heute einen Weißburgunder GG Schlossberg von Franz Keller aus 2014, einen 1er Cru Chablis von Daniel Etienne Defaix aus 2003, einen Sauvignon Blac Baer von Oliver Zeter aus 2014 und einen Nonnenberg von Georg Breuer von 2015 eingepackt und bin recht zuversichtlich, dass die trotz des Alters noch Freude bereiten.
Wo darf ich hinkommen. ? ;-)
 
Du hast das mit dem "Verbrauch" aber schon verstanden, ja? OK, das mit dem Alkoholiker war überspitzt, aber in der Summe bleibt es recht simpel: wenn Du, wie Du von Dir sagst, den Vorrat schneller wachsen lässt als Du ihn verbrauchst solltest Du Dich rechtzeitig nach einem günstigen Tiefbauunternehmen umsehen. Das skaliert nicht.

Ich denke schon dass ich das habe, aber ich habe auch geschrieben "schneller wächst, als ich alleine wegtrinke" - wenn ich regelmäßig Wein tausche oder verschenke kann mein Tiefbauer auftragsarm bleiben und ich trotzdem mehr kaufen, als ich selbst konsumiere.

Sammlung von verderblichen Gütern ist so eine Sache. Mit noch so viel Sammellust und Habenwollen ist eine Sammlung von Bananen halt wenig sinnvoll.

Das sieht ein Bananensammler anders. Und grade bei Wein ist verderbliches Gut auslegungsfähig. Zugegeben wäre ich bei mehreren Hundert Bananen im Keller, an denen mir viel liegt, nervöser als im Moment.

Ist das so? Meinst Du nicht dass die durchschnittliche Trinkreife heutzutage früher erreicht ist als vor 30, 40 Jahren? Dann ist das meine Wahrnehmung, wirkliche Zahlen habe ich nicht dazu. "Gefühlte Wahrheit" und so.

Dass es lagerfähige Weine gibt habe ich nicht bestritten.

Ich glaube es ist sogar umgekehrt: durch die steigende Qualität im Weinbau steigt auch die Zahl lagerfähiger Weine.

Also 20 Jahrgänge im Keller (mindestens, bei 2003), verteilst den Wein gerne kistenweise (sagen wir: 150 Flaschen im Jahr), macht also einen Keller von rund 3000 Flaschen. Respekt. Vermutlich bekommst Du bereits jedes Jahr zu Weihnachten eine Flasche Asti Spumante als Dankeschön von Deinem persönlichen Tiefbauer. :)

N.H.

Ich habe ja nicht von allen Weinen alle Jahrgänge durchgehend, es sind daher auch bedeutend weniger Flaschen. Ich kaufe auch viel Gereiftes, der Trinkdruck wenn man in großem Stil subskribiert und selbst einlagert stresst mich auch. Im Moment gibt es nur 3 Weingüter von denen ich jährlich beziehe (Georg Breuer, Klaus Peter Keller und Emmerich Knoll).
 
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