Eure Erfahrungen mit qualitativ hochwertiger Kleidung?

Sebel

Well-Known Member
Nicht, dass die Sachen qualitativ schlecht wären. Sie schreien durch die auffälligen Logos nur halt "Ich kann mir bescheidenen Luxus wie Markenklamotten leisten, daran erkennst Du, dass ich zur Mittelschicht gehöre".
Wenn man die Rolle von Kleidung als Statussymbol sieht, ist es die Marke für die von begründeten Abstiegsängsten geplagte untere oder mittlere Mittelschicht, die sich sichtbar von der Unterschicht abheben will.
Wohlhabende Snobs finden das peinlich, weil sie finanziell den Längeren haben und nicht fassen können, dass jemand Hilfiger mit hohem Status assoziiert. Nach meiner Erfahrung gibt es zwar auch Wohlhabende, die auffällige Logoklamotten tragen, dann aber Lacoste und v.a. Ralle. Diese Marken sind zwar auch bei Wannabe-Millionaires in ihren 20ern und 30ern beliebt, aber eben auch bei wirklich reichen Onkeln, die seit zig Jahren halt einfach nix anderes kaufen und daran auch nichts mehr ändern werden, warum auch.
Ansonsten wird in dem wirklich vermögenden Milieu etwas subtiler mit Uhren geflext, i.d.R. hält man sich öffentlich aber eher bedeckt.
Kapitalismuskritische Menschen finden das alles peinlich, weil das Sich-Schmücken mit Logoklamotten den konsumistischen Spießbürger entlarve.
Hm, aber bei der "Unterschicht" sind auffällige Marken doch genauso wichtig.
 

Newton

Well-Known Member
Hm, aber bei der "Unterschicht" sind auffällige Marken doch genauso wichtig.

Vor allem Camp David, Rudolfo Geissini etc. ;-)

Nein im Ernst: Der Antrieb sich durch Kleidung hervorzuheben besteht in allen Bevölkerungsschichten, nur die Objekte der Begierde passen sich den finanziellen Gegebenheiten an. Das ist hier auch nicht anders. Für den Studenten, der nicht mit reicher Familie gesegnet ist, sind viele Dinge hier begehrter Luxus. Für andere schlicht Ausdruck ihrer Lebensweise, für den sie bereit sind, ihr Kapital einzusetzen.
 

Sebel

Well-Known Member
Vor allem Camp David, Rudolfo Geissini etc. ;-)

Nein im Ernst: Der Antrieb sich durch Kleidung hervorzuheben besteht in allen Bevölkerungsschichten, nur die Objekte der Begierde passen sich den finanziellen Gegebenheiten an. Das ist hier auch nicht anders. Für den Studenten, der nicht mit reicher Familie gesegnet ist, sind viele Dinge hier begehrter Luxus. Für andere schlicht Ausdruck ihrer Lebensweise, für den sie bereit sind, ihr Kapital einzusetzen.

Mir käme da eher Gucci, Armani und Stone Island in den Sinn :D
 

bluesman528

Ruhrpotthanseat
30k an mei'm Arm, während ich Jägi-Cola trink'
So lange nachgedacht, „Soll ich sie kaufen oder nicht?“
Auch wenn das eigentlich ganz klar gegen meinen Kodex ist
Anders verschaffst du dir keinen Respekt bei dieser Oberschicht
Mal als Zwischenruf: Ich bin als alter Blues-Man durchaus dankbar für die Deutsch-Hiphop-Nachhilfe, die ich hier so ganz nebenbei bekomme. Hält mich jung. :D
 

bluesman528

Ruhrpotthanseat
Und ich dachte der Name resultiert aus deiner Vorliebe für blaue Anzüge :D
A graveyard full of scars
His life will paint his songs
'Cause when you're on the road
There's nowhere you belong
You're just alone
Where are you playin'
Mr. Bluesman
Mr. Bluesman
He's seen a thousand roads
He's been a million miles
And when he'd bend a note
A tear would fill my eyes
Where are you playin'
Mr. Bluesman
Mr. Bluesman

;)
 

J.Gensfleisch

Well-Known Member
Mal als Zwischenruf: Ich bin als alter Blues-Man durchaus dankbar für die Deutsch-Hiphop-Nachhilfe, die ich hier so ganz nebenbei bekomme. Hält mich jung. :D

Das geht mir genau anders herum. Ich versuche mich noch zu den Jüngeren zu zählen und bin mit deutschsprachigem HipHop aufgewachsen (MZEE-Records...). Bei den hier zitierten Passagen frage ich mich allerdings was aus dem deutschen Sprechgesang geworden ist. Zum Glück kenne ich die nicht mal. Aber daran merkt man wahrscheinlich, dass man alt und spießig wird.:eek:
 
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