Nadel & Pen – Jeans, genäht in reiner Handarbeit

„Handmade“, „Handgefertigt“, „Made by Hand“ – Mit diesen Schlagworten zeichnen Hersteller ihre Produkte gerne aus. Es suggeriert dem Käufer, dass das Produkt in Handarbeit entstanden ist, was indirekt einen höheren Preis rechtfertigt – nicht selten, nur um die Marge zu erhöhen. Wenn Sie demnächst mal wieder durch ein Kaufhaus gehen, achten Sie mal darauf was alles als „handmade“ angeboten wird.

Der Interpretationsspielraum welches Produkt das Label „Handgefertigt“ wirklich verdient ist dabei groß, unscharf und frei von einem Standard. Und so ist die Bezeichnung heute in der Regel als „teilweise von Hand gefertigt“ zu verstehen und nicht als „zu 100% in Handarbeit“ gefertigt, was bei einem Anzug bedeuten würde, dass jede Naht von Hand mit Nadel und Faden gesetzt wurde, wie ein Purist „handmade“ verstehen würde.

Dieses Level von Handarbeit, alles ausnahmslos von Hand zu fertigen, findet man selbst bei den Premiumherstellern nur noch ganz selten. Es zählt zum „common sense“, auch unter den Premiumherstellern, dass bei einer Hose z.B. langen Strecken mit der Maschine genäht werden und das Endergebnis trotzdem „Handmade“ ist.

So zweideutig der Begriff „handmade“ ist, so klar und eindeutig ist das Statement von Tilmann Wröbel: Er näht Jeans zu 100% von Hand. Mit dem Label Nadel & Pen hat der geborene Düsseldorfer vor zwei Jahren in seinem Pariser Atelier eine neue Dimension der Jeans erschaffen. In 135 Stunden Handarbeit, mit etwa 16.200 Stichen, nicht einer davon mit maschineller Hilfe, entstehen die Nadel & Pen Bespoke-Denim-Unikate.

Die nachfolgenden Bilder zeigen einige Eindrücke der Arbeiten von Tilmann Wröbel. Zu den verarbeiteten Materialen zählt nur das Beste vom Besten, man fühlt sich unweigerlich an die Pariser Haute Couture erinnert. So werden Taschenfutter aus Dupionseide, Rosshaareinlagen und  Nähgarn aus polierter Baumwolle verwendet. Darüber hinaus sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Monogramme und Wappen werden von Hand gestickt, wer auf „gewöhnliche“ Eisen- oder Hornknöpfe verzichten möchte, kann auch Perlmutt, Graphit, Silber oder Gold wählen. Gravuren führt der Juwelier „Origine Atelier“ für Nadel & Pen durch. Wer also das Besondere sucht, der wird hier garantiert fündig.

Nadel & Pen im Netz:

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Andreas Gerads

Andreas Gerads ist Gründer und Inhaber von Stilmagazin.de. Er schreibt seit 2008 regelmäßig über Stil, Kleidung und Genuss. Sein erste Inspirationsquelle ist das Buch "Dressing the Man" von Alan Flusser.