Vom Ingenieur zum Maßschuhmacher

#11
Bitte erkläre wie du auf den Begriff kommst und was du unterscheidest. Maßkonfektion ist quasi alles und nichts sagend zugleich.

Jegliches nach Maß angefertigte Stück ließe sich so bezeichnen, sofern es eine Serie davon gibt. Es wären quasi nur Unikate davon ausgeschlossen , da es aber nach Maß wäre, wäre es auch unikatmäßig.

Etwas zu automatisieren macht es schon zur Konfektion?
 

Hristo

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#12
Für mich wäre Maßkonfektion einen Standardleisten, der nach den Kundenmaßen verkleinert, vergrößert, angepasst wird.
Vollmaß wäre einen vollkommen individuellen Leisten.

Beispiel: Ich habe vollmaß Schuhe mit einem etwas höheren Absatz als normalerweise.
Diese hätte ich von Unternehmen, die Maßkonfektion anbieten, nicht bekommen können, da bei einem Schuh mit Absatz die Tilgung (oder wie man es nennen will) komplett anders ist. Also von Saint Crispins beispielsweise hätte ich solche Schuhe nicht bekommen können und ich bin zu Schuhmacher gegangen.
 
#13
In dem Fall würde ich es nicht versuchen klassisch einzuordnen, da der leisten ja über den 3D Drucker schon individuell ist, also auch keinen Standardleisten als Vorlage nimmt. Inwiefern der Rest der Produktion dann individualisierbar ist, das würde mich an dieser Stelle brennend interessieren.
 

Hristo

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#14
...der leisten ja über den 3D Drucker schon individuell ist, also auch keinen Standardleisten als Vorlage nimmt...
Ich würde das pauschal so nicht beurteilen. Es hängt nämlich davon ab, was man an dem digitalen Modell anpasst/anpassen kann, bevor man es druckt. Vielleicht ist es ein Modell wo man eine gewisse Anzahl an Parameter eingeben kann, aber trotzdem nicht wirklich das tatsächliche Modell gravierend ändert.
Je nachdem wie die Software umgesetzt ist, kann es sowohl als MTM als auch als Bespoke einstufbar sein.
 
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