Laphroaig Quarter Cask

Guenter

Well-Known Member
Hallo,

hatte kürzlich die Gelegenheit, ei 5 cl-Fläschchen von "Laphroaig 10 Years" zu öffnen.

Was für ein interessantes Geschmackserlebnis! Erstaunlich, dass so etwas überhaupt im freien Handel ohne Rezept angeboten wird.

Extrem rauchig und extrem nach Teer.

Ich kann nur davor warnen, sich gleich die übliche 0,7 l. Flasche zu kaufen oder sich irgendwo unter Anwesenheit anderer Personen den "Laphroaig" (gesprochen: la freug) anbieten zu lassen.

Wer trinkt so etwas? Ehemalige Raucher, die sich nach dem Geschmack von Zigarette und Teer sehnen evtl.?

Gruß
Guenter
 

Smoon

New Member
Ich find den Rauch gar nicht mal das Problem. Laga16, Ardbeg oder Caol Ila gehören zu meinen Lieblingen. Aber Laphroiag ist echt so eine Sache für sich mit diesem medizinischen Geschmack... Ist die einzige Flasche in meiner Sammlung, die einfach nicht leerer werden will. ;-)

Hat schon so seinen Grund, dass man Laphroiag sogar während der Prohibition in Apotheken gegen Hibbeligkeit kaufen konnte, weil die Behörden der Ansicht waren, dass niemand das freiwillig trinken kann..
 

cherhit

Member
Dabei finde ich den 10jährigen noch relativ mild...

Im Vergleich zu welchen Whiskys? Der 10jährige ist für Neulinge wohl ziemlich stark, kann man mögen muss man aber nicht. :)

Als ich angefangen hatte mich in die Materie einzulesen und einzutrinken war der 10 Jährige einer meiner ersten (Laga 16). Und selbst nachdem ich mehrere andere Whiskys probiert hatte fand ich den 10er vergleichsweise stark :)
 

Vitez

Member
Es ist weniger der Rauch, sondern eher das jodartige, was viele als medizinisch beschreiben. Wie ich finde, völlig zu Recht. Ich mag durchaus rauchige Whiskys, aber der Laphroig 10 ist nicht wirklich meins.
 

Modernist

Member
Den Quarter Cask habe ich auch in der Bar stehen, gehört zu meinen Favoriten. Muss aber ehrlich sagen, dass ich den normalen 10 yo auch gerne mal trinke, wenn er irgendwo angeboten wird.
Zur Rauch-Vermutung: Ja, bin ehemaliger Zigarettenraucher und rauche nun seit einem Jahr keine mehr, nur noch ab und zu eine Genusszigarre, vielleicht dient mir dieser medizinisch-rauchige Whisky auch der Entwöhnung? Wer weiß :D

Wenn mal Interesse an einer richtigen Rauchbombe besteht, kann ich nur die Octomore Serie von Bruichladdich empfehlen, da schmeckt man wirklich nicht mehr viel andere Aromen raus.

MfG
 

Lionel_Hutz

Well-Known Member
Laphroiag spaltet halt, ich finde íhn super, ich finde z.B. die Geschmacksnuancen des Ardbeg 10 oder Caol Ila deutlich weniger ansprechend.

Wenn man sich dem Laphroiag nähern will, ist m.E. vor dem Quarter Cask noch der relativ neue Triple Wood zu empfehlen, bei dem ein bisschen Sherryfass mit drin ist, was dann mehr so in Richtung Lagavulin geht, aber nicht ganz so sherrylastig ist.

Octomore ist ein Getränk, dass ausschließlich dazu dienen kann, verschnitten zu werden oder zu demonstrieren, was an Phenolgehalt machbar ist. Ich glaube nicht, dass jemand von dem Zeug mal eine zweite Flasche gekauft hat, nachdem der Sammel- und Probiertrieb befriedigt war.

M.E. sowieso der Lackmustest bei Whisky: Wovon kaufe ich mir noch eine neue Flasche und was war gut mal getrunken zu haben und dann aber auch genug ...
 
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