Heute gekauft Teil 2

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Urs

Well-Known Member
Ich kann mich mit Trench irgendwie nicht anfreunden, denke dabei immer an Inspector Gadget...Qualität sieht aber wirklich gut aus...
 

Gelöschtes Mitglied 29180

Gast
Irgendwie mag mir dessen Trench nicht recht gefallen. Wirkt zu kurz und plump, irgendwie stimmen für meine Begriffe die Proportionen nicht. Sein Ulster dagegen schaut gut aus.
Ich kann diese Kritik durchaus nachvollziehen. Für mich war es auch eher so, dass dieser Trench unter den eher schlechten Angeboten derzeit insgesamt noch das stimmigste war (weil Baumwolle, weil nicht slim, weil Länge zwar nicht ideal aber auch nicht zeitgenössisch kurz, weil Preis etc). Die Alternative wäre für mich ein gut erhaltener alter BurberryS gewesen, aber so einer war irgendwie nicht aufzutreiben.
 

Roger O. Thornhill

Well-Known Member
Jeder sollte in seinem wohlverdienten Urlaub entspannt und vergnügt durch die Gegend laufen können, ich glaube, darüber bestand hier auch noch nie ein Dissens. Weiterhin muss man, um bei 0 Grad oder 32 Grad entspannt und vergnügt in sartorialer Kleidung herumlaufen zu können, diese saisonal angepasst auch vorhanden sein, Flanell/Tweed in ordentlichen Stoffgewichten für den Winter und Leinen/Fresco/Hopsack/Mohair/Seersucker/Seide für den Sommer. Ich kann für mich nur sagen, das funktioniert ziemlich gut, das Zeug wurde ja auch genau dafür entwickelt. Wenn man natürlich nur diese "Vier-Jahreszeiten"-Stöffchen hat, wird das halt nix mit dem coolen Hochsommer- oder Midwinter-Flanieren in irgendeiner angesagten Metropole, ist ja auch überhaupt nicht schlimm, dann muss man sich halt irgendwie bedecken.

Viele von uns hier verbringen aber im Menswear-Universum enorm viel Zeit, beschäftigen uns angeregt mit den winzigsten und abgefahrensten Details, diskutieren Musterkombinationen und Schneiderstilistiken, zeigen uns gegenseitig Selfies von großen Garderoben und geben last but not least auch viele Tausend €€€ dafür aus und das über viele Jahre. Wenn wir das Zeug dann nur mal alle paar Tage zehn Minuten für irgendwelche Typen im Internet vor dem Spiegel trügen oder gar nur, um hin und wieder im Büro den obercoolen Mänätscher zu geben, weil's angeblich bei allen richtigen guten Gelegenheiten irgendwie zu kalt, zu warm, zu unbequem ist, fände ich diese Form des Engagements etwas sinnlos. ;)

Deswegen bin ich auch immer so überrascht, wenn man sich z.B. bei einem Besuch einer prachtvollen Stadt (vielleicht sogar einer menswear-affinen wie London, Wien, Mailand, Rom, Paris, Florenz etc.) nicht darum reißt, das eigene Arsenal voll ausreizen zu können. Jeder, wie er will, aber wo, wenn nicht in der Freizeit und dann noch in attraktiver öffentlicher Szenerie, kann man das denn sonst besser genießen? Und wenn man gar keinen Drang dazu hat, warum kümmert man sich überhaupt so intensiv drum, dass man deswegen mit dem o.g. Detailgrad in irgendwelchen Foren und Blogs abhängt? So 'ne Basis-Bürograublau-Zweckmäßig-Kollektion schafft man sich mit allem Drum und Dran unfallfrei in drei Monaten zusammen, ist immer angemessen gedresscodet, wenn man glaubt, dass es drauf ankäme, und ist dann auch mit dem Thema durch.
Passend zum Thema: Sightseeing in Rom letzte Woche. Gerade dort überkommt mich immer der dringende Wunsch, mich vom Einheitslook meiner deutschen Mittouristen abzusetzen, die man mühelos anhand ihrer Jack Wolfskin Jacken und Deuter-Rucksäcke erkennen kann.

Und trotz etlicher Kilometer durch Roms Straßen fühlte ich mich weder unpassend noch unbequem angezogen, eher ging der Blick neidisch zur unnachahmlichen Sprezzatura der italienischen Herren. Eine dünne Steppweste über dem Business-Anzug, auch in Kombination mit blauen Rauhlederschuhen geht eben nur dort.
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psb

Well-Known Member
Passend zum Thema: Sightseeing in Rom letzte Woche. Gerade dort überkommt mich immer der dringende Wunsch, mich vom Einheitslook meiner deutschen Mittouristen abzusetzen, die man mühelos anhand ihrer Jack Wolfskin Jacken und Deuter-Rucksäcke erkennen kann.

Und trotz etlicher Kilometer durch Roms Straßen fühlte ich mich weder unpassend noch unbequem angezogen, eher ging der Blick neidisch zur unnachahmlichen Sprezzatura der italienischen Herren. Eine dünne Steppweste über dem Business-Anzug, auch in Kombination mit blauen Rauhlederschuhen geht eben nur dort.
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Sehr schön. Gleich ums Eck gibt es übrigens eine Brioni-Geschäft. Das lohnt es sich anzuschauen :).
 

Roger O. Thornhill

Well-Known Member
Sehr schön. Gleich ums Eck gibt es übrigens eine Brioni-Geschäft. Das lohnt es sich anzuschauen :).
Schade, leider verpasst. Allerdings ist mir eine beachtliche Zahl kleiner Herrenausstatter aufgefallen, die ein sehr klassisches RTW-Sortiment zu moderaten Preisen anbieten. Ein derartiges Angebot, dass sich auch im Straßenbild widerspiegelt, findet sich in deutschen Innenstädten schon lange nicht mehr. Selbst der mit unserem Flughafentransfer betraute Fahrer war mit Sportsakko, Hemd und Pennyloafern mehr als adäquat gekleidet. Die Jeans dazu verbuche ich wieder unter Sprezzatura, passte aber ausgezeichnet zum Gesamtensemble.
 

bertone

Well-Known Member
Die Bürsten waren eigentlich nur Beifang, da stark runtergesetzt und soo stylisch.
(bin halt manchmal anfällig für "Style over Substance" ;) )
Ja, das kenne ich...
Hatte mir im Räumungsverkauf auch mal eine Zahnbürste gekauft, weil die Gestaltung gefiel und sie farblich-musterig eigentlich recht gut zum Tortoise-Braun der getragenen Sonnenbrille an dem Tag passte...
:D :cool:

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