Fünf Mal getragen - laufe bald auf der Sohlennaht!

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Reinstein

Member
Guten Tag zusammen,

habe mir bei Shoepassion ein paar rahmengenähte Schuhe gekauft und sie jetzt ca. fünf Mal getragen. Nun laufe ich insbesondere an der Spitze offenbar schon auf der Naht.

Es ist mein erstes rahmengenähtes Paar und nach diesen ersten Erfahrungen ist mir auch klar, dass das auch so schnell so kommen musste, denn die Naht war von Anfang an kaum in der Sohle versenkt.

Bei Shoepassion hat man mir nun geraten, die Originalsohle in Kürze mit einer Rendenbachsohle überkleben zu lassen (für ca. 45,- €). Nach der Lektüre in diesem Forum scheint es aber auch noch die Alternative zu geben, die Sohle bestimmungsgemäß abzunutzen und sie dann irgendwann durch eine Rendenbachsohle auszutauschen, was teurer ist.

Mich würde interessieren, welche Lösungen Ihr für dieses Problem gewählt habt und welche positiven und negativen Erfahrungen Ihr mit den jeweiligen Lösungen gewählt habt.

Anschlussfrage: Ich habe mir mit den Schuhen auch Sohlenöl gekauft. Damit sollte ich die Sohle nicht behandeln, falls ich ein Überkleben in Betracht ziehe, richtig?

Schöne Grüße an Alle!
 

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Tilman

Well-Known Member
Kurz erklärt: der Schuh wird nicht auseinanderfallen, wenn die Naht durch ist, da die Sohle auch noch geklebt ist.

Mein Tipp: Schuhe durchlaufen, bis das erste Loch kommt und die verbleibenden Reste von einem Schuhmacher abschleifen, Rahmen nachnähen und Ledersohle aufkleben lassen. Kostet bei meinem Schuhmacher ebenfalls 45€, sogar mit Eisen.
 

Urban

Well-Known Member
Eben nicht auf der Sohle so lange laufen bis ein Loch zu sehen ist sondern sie vorher reparieren lassen, denn ist ein Loch erst einmal drin, dann aller spätestens wird die Korklage darüber angegriffen, zerbröselt und muss ggf. auch ersetzt werden, was dann richtig teuer wird.

Man sollte auch darauf hinweisen, dass bei Billigreparaturen die Rahmennaht mit der Maschine genäht wird statt von Hand,
dabei kaum die Originaleinstechlöcher aus der Schuhfabrik getroffen werden, und somit die Haltbarkeit und Lebenserwartung
des Rahmens erheblich reduziert wird.
 

Luhmichel

Well-Known Member
Das näht eh keiner von Hand und bei so nem Schuh auch gar nicht notwendig denn bis der Auseinanderfallen tut kann man ihn entsorgen! So in 10 bis 15 Jahren! Bei guter Pflege!
So, mein Tipp, lass eine Spitze aus Gummi dranmachen nicht weil der Schuh kaputt geht sondern weil es einfach Shice ausschaut wenn die Spitze so abschleift. Du kannst auch Spitzeneisen nehmen!
Dann lass nach ner gewissen Zeit eine neue Halb oder Dreiviertel-Sohle kleben bevor ein Loch da ist.
Kein Sohlenöl verwenden.
 

T-Mid

Member
Ich habe bei meinen Gummihalbsohlen aufkleben lassen. Sieht von unten nicht besonders toll aus - tuen beanspruchte Ledersohlen aber meiner Ansicht nach auch nicht.
Halten super, man fühlt und sieht keinen Unterschied, außer dass man mehr Grip hat.
 

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Reinstein

Member
Habe die Schuhe jetzt weiter getragen. Bald dürfte die Naht durch sein.

Für zukünftige Anschaffungen, die wegen nicht idealer Passform nicht mehr von Shoepassion sein werden, stelle ich mir nun die Frage, ob es generell sinnvoll ist, auf der Ledersohle zu laufen oder ob ich sie nicht generell mit einer Gummisohle überkleben lassen sollte - auch wenn die Sohlenoptik darunter leidet.

Soweit ich es nun hier verstanden habe, ist es doch so, dass ich die Ledersohle bei Abnutzung erneuern lassen kann. Wird die gesamte Sohle ausgetauscht schätze ich die Kosten auf 120,- bis 150,- Euro (Rendenbachsohle). Für eine Halbsohle zahle ich ca. 80,-Euro. Bei dieser Reparatur wird maschinell erneut durch den Rahmen gestochen (gedoppelt). Den Preis einer handangenähten Sohle werden viele sicherlich scheuen.

Wie viele Besohlungen dieser Art verkraftet denn ein normaler Rahmen?

Wenn der Rahmen möglicherweise nach zwei Neubesohlungen nicht mehr brauchbar ist, müsste er auch noch erneuert werden, wobei mir nicht klar ist, ob das ohne den Originalleisten überhaupt geht. Bei einem Schuh unter 300,- € wird man sich vermutlich auch die Frage stellen müssen, ob dies wirtschaftlich ist, wenn man berücksichtigt, dass irgendwann ja auch der Rest des Schuhs abnutzt.

Zudem habe ich erfahren, dass man sich auch auf die Originalledersohle eine (Rendenbach-)Sohle aufkleben lassen kann.

Stimmt das und hat jemand Erfahrungen damit? Eine solche Lösung müsste doch deutlich dicker sein als die aufgeklebte Vibram-Sohle und somit den Stand verändern?

Freue mich auf Eure Meinungen!
 

Tilman

Well-Known Member
Einfachste und günstigste Lösung: alte Sohle an allen beanspruchten Stellen abschleifen. Dann die Rahmennaht nachnähen und eine neue Ledersohle der Wahl aufkleben. Dafür zahle ich bei meinem Schuhmacher inkl. Rendenbachsohle etwa 45€. Die nächste Reparatur ist günstiger, weil das Nähen entfällt.
 

Reinstein

Member
Einfachste und günstigste Lösung: alte Sohle an allen beanspruchten Stellen abschleifen. Dann die Rahmennaht nachnähen und eine neue Ledersohle der Wahl aufkleben. Dafür zahle ich bei meinem Schuhmacher inkl. Rendenbachsohle etwa 45€. Die nächste Reparatur ist günstiger, weil das Nähen entfällt.
Wie dick ist die aufgeklebte Sohle?
 

Tilman

Well-Known Member
Das hängt davon ab, was dein Schuhmacher da hat und was du möchtest. Die Sohlen, die ich mir habe draufmachen lassen, waren extrem dick und haben deshalb für meine Verhältnisse (bin sehr viel zu Fuß unterwegs) extrem lang gehalten. Du kannst aber natürlich auch eine in der originalen Dicke nehmen.
 

Lumpenbub

Well-Known Member
Soweit ich es nun hier verstanden habe, ist es doch so, dass ich die Ledersohle bei Abnutzung erneuern lassen kann. Wird die gesamte Sohle ausgetauscht schätze ich die Kosten auf 120,- bis 150,- Euro (Rendenbachsohle). Für eine Halbsohle zahle ich ca. 80,-Euro. Bei dieser Reparatur wird maschinell erneut durch den Rahmen gestochen (gedoppelt). Den Preis einer handangenähten Sohle werden viele sicherlich scheuen.

Wie viele Besohlungen dieser Art verkraftet denn ein normaler Rahmen?

Es ist nicht sinnvoll, jedes mal die neue Sohle zu nähen. Ist die Originalsohle durch, wird sie plangeschliffen und neu genäht. Darauf klebt der Schuhmacher dann die neue Laufsohle. Bei weiteren Besohlungen schleift er nur soweit, dass die Naht intakt bleibt und klebt wieder. Die Sohle wird bei dieser Art Reparatur nicht dicker und der Stand verändert sich nicht.

Das durchnähen der Laufsohle bei einer Reparatur hat keinen anderen Nutzen als ein paar Fotos für das Forum, um zu zeigen, wie toll die Reparatur doch aussieht.
 
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