Der perfekte Klausurenfüller

Penhaligon

Well-Known Member
Zu dem Thema kann ich persönliche Erfahrungen beisteuern:

Ich habe im ersten Semester häufig einen von meinem Vater geerbten Montblanc Meisterstück Fühler benutzt. Sehr schönes Stück mit goldener Kappe und Etui aus Krokoleder. Das hat a) wirklich absolut niemanden interessiert, b) mir kein bisschen beim Lernen geholfen und c) war so unpraktisch in Klausuren, dass ich wieder auf Kugelschreiber umgestiegen bin.

War damals allerdings ein schöner Kontrast zum meinen langen Dreadlocks und den selbstgebatikten Hemden!
 

lawyered

Well-Known Member
Als jemand, der beide Staatsexamina mit einem Kolbenfüller geschrieben hat (Pelikan BTW), muss ich sagen, dass der wesentliche Vorteil eines Kolbenfüllers ist, dass man den ganz gemütlich zu Hause am Vorabend aufziehen kann und die Tinte für eine Klausur locker reicht. Patronenuser haben dass Problem, dass sie ja immer die aktuelle Patrone zu Ende schreiben wollen und dann evtl. live wechseln müssen. Bei den Konvertern geht nicht soviel in den Tank. Wer aber einen Kolbenfüller live in der Klausur tankt, ist entweder doof oder affektiert. Leider! Den hat man genau, weil man es gar nicht braucht.

Und Montblanc habe ich zum zweiten Examen bekommen und damit wichtig meine ersten Anwaltsschreiben gezeichnet. Liegt aber mies in der Hand, rutscht, wenn man schwitzige Hände kriegt und der Pelikan hat mich gut durch Abi und Staatsexamen gebracht.

Da Du dich inzwischen auch zu unserem jungen Kollegen geäußert hast...

Parallel zu seinem Füller-Problem, hat er noch eine Nebentätigkeit in einer Münchener Kanzlei gesucht.

https://stilmagazin.de/forum/threads/vorstellungsgespräch-studentenjob.31550/

Wie ich in den letzten Woche der Fachpresse entnehmen konnte, hat es Dich ja nach München verschlagen (Glückwünsche und viel Erfolg an dieser Stelle!)

Kannst Du da nichts anbieten? Vielleicht sogar schon als (Senior) Associate? Da kann er gleich mal den Datenraum mit seinem Füller in die Kanzleiakten übertragen...
 

rudesounds

Well-Known Member
Zu dem Thema kann ich persönliche Erfahrungen beisteuern:

Ich habe im ersten Semester häufig einen von meinem Vater geerbten Montblanc Meisterstück Fühler benutzt. Sehr schönes Stück mit goldener Kappe und Etui aus Krokoleder. Das hat a) wirklich absolut niemanden interessiert, b) mir kein bisschen beim Lernen geholfen und c) war so unpraktisch in Klausuren, dass ich wieder auf Kugelschreiber umgestiegen bin.

War damals allerdings ein schöner Kontrast zum meinen langen Dreadlocks und den selbstgebatikten Hemden!
Humor oder Tatsache?
 

rudesounds

Well-Known Member
ich habe meine dreads seinerzeit ebenfalls aufbewahrt, keine ahnung warum. hab mich dann bei einem umzug davon getrennt.

allerdings hatte ich nie selbstgebatikte shirts, ich war ja schliesslich kein hippie
 

Lumpenbub

Well-Known Member
Als Student hatte ich weder Dreads, noch selbstgebatigte Shirts noch ein Montblanc Meisterstück. Ich war wohl ziemlich gewöhnlich.
 
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