Der Freu-Faden

bluesman528

Ruhrpotthanseat
Ich sag' mal, die neue Bundesregierung wird vermutlich nicht allzu viel stören, weil sie im Wesentlichen mit sich selbst beschäftigt sein wird, das ist doch auch schon mal was und es hätte von der bisherigen Vereinbarungslage her viel schlimmer kommen können. Ich würde auch noch mal gerne erleben, dass das Außenministerium von einem Top-Diplomaten geführt würde und Wirtschafts- und Finanzministerien von renommierten, international erfahrenen Ökonomen, aber das wird in einer Berufspolitikerkultur nie passieren. Aus meiner Perspektive ist das Außenministerium jetzt nicht schlechter besetzt als vorher und dazu noch besser aussehend. Haha.

Falls mein besonderer Politiker-Liebling Anton Hofreiter, den ich nie länger als ein paar Sekunden im TV ertrage (nur getoppt vom Super-Kompetenz-Trio Franziska Giffey, Eskia und Kevin K., die wirklich keinen anderen Job als irgendwas mit Politik bekommen konnten, knapp vor Boris Palmer und Armin Laschet), tatsächlich das Landwirtschaftsressort übernimmt, muss ich sogar zugeben, dass das dem Verbraucher mehr nützen wird als seine Vorgängerin, die sich mehr als Lobbyistin gegen den Verbraucher verstand.

Gute Absichten haben alle, jetzt lasst die Leute erst mal machen, damit sie ihre zukünftigen Rollen und deren Realitätsgrenzen kennenlernen. Außer dem Kanzler hatte noch keiner von denen eine solche Verantwortung auf den Schultern und von daher ziemlich lustige Vorstellungen von ihrem realen Handlungsspielraum. Die normative Kraft des Faktischen hat schon manchen ungeahnt an seinem Job wachsen lassen. Und in vier Jahren wird wieder neu gewählt.
 

psb

Well-Known Member
Ich sag' mal, die neue Bundesregierung wird vermutlich nicht allzu viel stören, weil sie im Wesentlichen mit sich selbst beschäftigt sein wird, das ist doch auch schon mal was und es hätte von der bisherigen Vereinbarungslage her viel schlimmer kommen können. Ich würde auch noch mal gerne erleben, dass das Außenministerium von einem Top-Diplomaten geführt würde und Wirtschafts- und Finanzministerien von renommierten, international erfahrenen Ökonomen, aber das wird in einer Berufspolitikerkultur nie passieren. Aus meiner Perspektive ist das Außenministerium jetzt nicht schlechter besetzt als vorher und dazu noch besser aussehend. Haha.

Falls mein besonderer Politiker-Liebling Anton Hofreiter, den ich nie länger als ein paar Sekunden im TV ertrage (nur getoppt vom Super-Kompetenz-Trio Franziska Giffey, Eskia und Kevin K., die wirklich keinen anderen Job als irgendwas mit Politik bekommen konnten, knapp vor Boris Palmer und Armin Laschet), tatsächlich das Landwirtschaftsressort übernimmt, muss ich sogar zugeben, dass das dem Verbraucher mehr nützen wird als seine Vorgängerin, die sich mehr als Lobbyistin gegen den Verbraucher verstand.

Gute Absichten haben alle, jetzt lasst die Leute erst mal machen, damit sie ihre zukünftigen Rollen und deren Realitätsgrenzen kennenlernen. Außer dem Kanzler hatte noch keiner von denen eine solche Verantwortung auf den Schultern und von daher ziemlich lustige Vorstellungen von ihrem realen Handlungsspielraum. Die normative Kraft des Faktischen hat schon manchen ungeahnt an seinem Job wachsen lassen. Und in vier Jahren wird wieder neu gewählt.
Auf bisherige Regierungswechsel zurückblickend hat sich doch ohnehin noch nie grundlegend etwas geändert. Wir werden weiterhin viele Steuern bezahlen und wer seither engagiert durchs Leben gegangen ist, dem wird das auch weiterhin gelingen. Der Einfluss der Politiker wird glaube ich stark überschätzt.
 

bluesman528

Ruhrpotthanseat
Auf bisherige Regierungswechsel zurückblickend hat sich doch ohnehin noch nie grundlegend etwas geändert. Wir werden weiterhin viele Steuern bezahlen und wer seither engagiert durchs Leben gegangen ist, dem wird das auch weiterhin gelingen. Der Einfluss der Politiker wird glaube ich stark überschätzt.
Im Allgemeinen ja, solange wir uns auf demokratischem Boden bewegen und die handelnden Personen keine Soziopathen oder ideologische Technokraten sind, sondern ein grundsätzliches Verantwortungsgefühl für das Gemeinwesen haben. Aber ein bewusst negativer Einfluss von Politikern kann desaströs für alle sein. Ich erinnere an den unseligen Donald Trump, auch wenn wir diesen Menschen gerne endgültig vergessen möchten.
 

Newton

Well-Known Member
Der Einfluss der Politiker wird glaube ich stark überschätzt.
In den meisten Fällen ja, aber Politik kann schon seine Muskeln spielen lassen, wenn es denn gewollt ist, und Richtungen vorgeben, was ja auch durchaus so sein soll. Wir sind in Deutschland damit zurückhaltender, auch aufgrund unseres föderalistischen Modells. In den USA sieht das schon anders aus. Da kann die Politik einem Unternehmen, das in Allmachtsfantasien schwelgt, schnell mal deutlich machen, wer am längeren Ende sitzt. Siehe die Auftritte der "Wirtschaftsgrößen" vor dem Senat.

Und etwas zurückzudrehen was einmal festgelegt wurde, ist nicht einfach. Siehe EEG Umlage oder auch den Soli. Vor allem dann nicht, wenn diese Entscheidungen mit erhöhten Steuereinnahmen verbunden sind.

Aber wie ich früher schon gesagt habe, so lange ich es mir leisten kann, leiste ich gerne meinen Beitrag, wenn der Staat mir im Gegenzug in den großen Dingen ein verlässliches, stabiles und vor allem sicheres Umfeld gibt. Dass das jedes Jahr etwas teurer wird, ist dann - für mich - hinnehmbar.
 
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