Corona & Finanzmärkte

Scarlatti

Well-Known Member
Der Illusion, dass ich den Markt langfristig über einen Anlagezeitraum von 30 Jahren und mehr erfolgreich timen kann, gebe ich mich nicht hin.
Daher bin ich in jeder Marktphase nahezu vollständig investiert, kaufe sehr regelmäßig nach und betreibe stur buy and hold.
Dazu gehört dann auch, dass man sich von volatilen Märkten, wie z.B. in diesem Jahr, nicht aus der Ruhe bringen lässt und einfach sein Ding durchzieht.
Zu viel Ratio, zu wenig Leidenschaft ;)
 

Newton

Well-Known Member
Über die letzten zwei Jahrzehnte war die Hold-Strategie durchaus sehr erfolgreich, wenn man sehr breit in Fonds oder ETF investiert hatte.

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Strategie auch in Zukunft vorbehaltlos funktionieren wird. Die Digitalisierung verändert die Unternehmenslandschaft erheblich. Natürlich wird sich das auch in den Indices widerspiegeln. Allerdings wird es darauf ankommen, die richtigen auszuwählen.

Hinzu kommt der Faktor Lebenszeit. In jungen Jahren bleibt sehr viel Zeit um Finanztiefs auszusitzen und günstig nachzukaufen. Wer heute über 50 ist, sollte nicht mehr so vorbehaltlos den Dingen seinen Lauf lassen. Es sei denn man akzeptiert auch mal 10 bis 20 Jahre im Minus und freut sich für die Erben.
 

stilolfski

Well-Known Member
Über die letzten zwei Jahrzehnte war die Hold-Strategie durchaus sehr erfolgreich, wenn man sehr breit in Fonds oder ETF investiert hatte.

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Strategie auch in Zukunft vorbehaltlos funktionieren wird. Die Digitalisierung verändert die Unternehmenslandschaft erheblich. Natürlich wird sich das auch in den Indices widerspiegeln. Allerdings wird es darauf ankommen, die richtigen auszuwählen.

Hinzu kommt der Faktor Lebenszeit. In jungen Jahren bleibt sehr viel Zeit um Finanztiefs auszusitzen und günstig nachzukaufen. Wer heute über 50 ist, sollte nicht mehr so vorbehaltlos den Dingen seinen Lauf lassen. Es sei denn man akzeptiert auch mal 10 bis 20 Jahre im Minus und freut sich für die Erben.

Um über 10 oder 20 Jahre Minus zu machen, hätte man aber mit einem schlechten Händchen Stock-Picking betreiben müssen und zu ungünstigen Zeiten große Einmalinvestments. Ich glaube, dass man mit Diversifikation (sowohl was Anzahl der unterschiedlichen Aktien als auch die zeitliche Intervall betrifft) statistisch am besten fährt. Sprich Sparplan auf MSCI World, MSCI ACWI,S&P500 oder eigene breit gefächerte Aktienauswahl über viele Branchen und Regionen.

Aber wenn ich der festen Überzeugung wäre, dass Aktienmärkte die nächsten 20 Jahre seitlich oder negativ verlaufen, bräuchte ich tatsächlich eine ganz andere Strategie.
 

stilolfski

Well-Known Member
Hallo zusammen,

auch wenn ich spät dran bin, würde ich gerne in alternative Kraftstoffe bzw. Antriebs- / Speichertechnologien investieren. Sicherlich ist dieser Bereich dieses Jahr schon sehr heiß gelaufen, aber ich denke die Jahrzehnte des Erdöls laufen so langsam aus.

U.a. habe ich

Ballard Power
NEL ASA
Fuelcell Energy

auf der Watchlist.

Ich glaube die gehören alle zu den Marktführern (?) sind aber trotzdem relativ kleine Unternehmen...
Werden die sich überhaupt durchsetzen können, wenn mal die "Big-Player" wie Shell, BP, Linde, BASF o.ä. breit in den Markt eintreten? Wie seht ihr das und wo seid ihr ggf. selber investiert?
 

Newton

Well-Known Member
Ich würde antworten, dass jeder gerade versucht das nächste amazon oder Tesla zu erwischen. Kann funktionieren, muss aber nicht. Ein interessanter Vergleichsfall sind Solaraktien. Die waren mal ähnlich gehypt. Wenn Du Dich nicht dauerhaft intensiv mit Deinen Anlagen beschäftigen willst und Dich nicht dauernd fragen willst, ob verkaufen (weil gefallen) oder nachkaufen (weil gefallen), dann empfehle ich in einen entsprechenden Fonds oder ETF zu investieren.
 

stilolfski

Well-Known Member
Ich würde antworten, dass jeder gerade versucht das nächste amazon oder Tesla zu erwischen. Kann funktionieren, muss aber nicht. Ein interessanter Vergleichsfall sind Solaraktien. Die waren mal ähnlich gehypt. Wenn Du Dich nicht dauerhaft intensiv mit Deinen Anlagen beschäftigen willst und Dich nicht dauernd fragen willst, ob verkaufen (weil gefallen) oder nachkaufen (weil gefallen), dann empfehle ich in einen entsprechenden Fonds oder ETF zu investieren.

Ja, hab ja ein breit gestreutes Portfolio aus knapp 30 Einzeltiteln und 6 ETFs.
Nur das Thema Wasserstoff / Brennstoffzellen habe ich überhaupt nicht abgebildet.
Es kann natürlich so kommen, wie mit Solarzellen, weshalb sich meine Position auch im einstelligen Prozentbereich des Portfolios bewegen würde. Aber es ganz außen vor zu lassen fühlt sich auch nicht richtig an...
 
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