Corona & Finanzmärkte

Newton

Well-Known Member
Vermutlich bin ich nicht der Einzige, der sich fragt, wie es in Zeiten von Corona an den Finanzmärkten weitergeht. Ist jetzt schon der richtige Zeitpunkt wieder zu investieren oder gilt es weiter abzuwarten?

Nachfolgend meine Einschätzung als Diskussionsgrundlage:

Die Hysterie ist noch nicht am Peak angekommen. Die USA sind gerade erst am Anfang der Krise und aufhrund der Gesundheitsvorsorge und des katastrophalen Politikversagens wird die Krise dort dramatischer verlaufen als in Europa. Mittel- und Südamerika begreifen gerade erst, was da geschieht. Auch in Afrika und Indien hat das Thema noch nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie in Europa. Die Gesundheitsvorsorge ist on diesen Erdteilen ebenfalls gravierend schlechter.

Hinzu kommt, dass noch keine Unternehmenszahlen für Q1 vorliegen. Das wird dramatisch und ist meines Erachtens noch nicht voll eingepreist.

Was gibt es Positives?
- In China sollen die Zahlen nach unten gehen (wenn‘s denn stimmt).
- Es gibt erste Berichte von erfolgreichen Tests bzw. Anwendungen von Medikamenten.
- Trump hat ein Interesse daran, dass die Wirtschaft weiterläuft. Er wird alles tun, um Geld in die (Aktien-)Märkte zu pumpen. Europa ebenfalls und China sowieso. Nach dem Absturz 2008/2009 und der Lehman Pleite haben alle verstanden, dass man relevante Unternehmen notfalls mit Staatsmitteln retten muss.

- Dirch die Umschichtung in Cash steht jede Menge Geld für den Konsum zur Verfügung :)

Meine Einschätzung: Es geht erstmal noch weiter runter, auch wenn es zwischendurch Erholungen geben wird.
 

Tim_Tiebow

Member
"Durch die Umschichtung in Cash steht jede Menge Geld für den Konsum zur Verfügung :)"

Erst vermindert sich die Nachfrage und verzögert kommt es zu Lieferengpässen... Fraglich, ob das die "Konsumlust" bei den Menschen auslöst. Ich bekomme eher gegenteiliges mit.


Gruß
 

Scarlatti

Well-Known Member
Gleich zu Anfang: ich bin ein ziemlicher Finanzamateur, lese aber seit Jahren gerne in Blogs und Foren mit. Ich bin eigentlich ein Buy & Hold-Mensch, aber vor ca. einem Jahr wegen kalter Füße komplett aus dem Markt raus. Meiner laienhafte Einschätzung nach besteht noch viel Unsicherheit darüber, wie schlimm es in den USA werden wird. Außerdem kann es bis zur Marktreife von Medikamenten oder, alternativ, zur Volksimmunität (ab ca. 60% Durchseuchung) noch einige Wellen mit entsprechenden wirtschaftlichen Konsequenzen geben. Ich warte daher weiter ab, bevor ich wieder reingehe.
 

Urs

Well-Known Member
Sehe ich auch so. Bin ebenfalls Laie, werde aber mangels Alternativen auch in Aktien einsteigen. Aber erst ab 50 % Minus, nochmal mehr bei 75 % Minus und bei unter 75 % Minus "All in". Habe mal gehört, dass das die Beste Strategie ist.
 

Urs

Well-Known Member
Ja, aber wenn sich die Kinder auf den Spielplätzen und in den Geschäften treffen, dann wird der Erfolg der Aktion quasi Null sein...
 

Urs

Well-Known Member
Deutschland wird mit Italien und Belgien gleichziehen MÜSSEN, leider auch viel zu spät. Und dann wird es den Dax "zerlegen", dann wären wir wieder beim Thema hier und bei meinem Post...
 

Newton

Well-Known Member
Ich nehme an, Du beziehst Dich auf die Freiheit, die man als Kind hatte, wenn die Schule ausfiel. Das mag sein, auch wenn ich befürchte, dass ein Großteil der Kinder heute anders mit seinen Freizeit umgeht, als ich es damals (notgedrungen) tun musste. Die meisten werden "Zocken" und vor der Glotze sitzen, zumal auch alle Vereinsaktivitäten wie Sporttrainings und -wettbewerbe abgesagt sind bzw. noch werden.

Zudem haben Kinder am Wenigsten Verständnis für Kontaktverbote. Kindergärten und Schulen werden nicht ohne Grund geschlossen, denn sie sind ein wunderbarer Verbreitungsort von Viren. ich würde also widersprechen, wenn Du schreibst, dass Kinder - in dieser besonderen Situation - am Besten wissen, was gut für sie ist. Das ist vor allem Aufgabe der Eltern.
 

Urs

Well-Known Member
Mit zwei kleinen Kinder (4 und 2) stehen meiner Frau und mir jetzt stürmische Wochen bevor...ich bin selbstständig, und kann leider nicht so einfach "aufhören", wenn nicht - wie in Italien und Belgien - alles schließt. Die Welt muss eben für eine Zeit kurz gestoppt werden, nur dann macht das alles Sinn. Aber in einer Woche sieht es an dieser Stelle schon wieder anders aus, die Fallzahlen werden nämlich weiter extrem in die Höhe gehen, bis endlich alle zuhause bleiben. Wir werden das in Italien und Belgien sehen. Dauert nur eben ein paar Tage.
 
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