Berlin Wochenende

asterix

Well-Known Member
...geplant Ende Oktober. Ich würde mich über Tipps betreffend Restaurants, Wein und klassischer Bekleidung freuen, gerne auch sonstiges Nennenswertes (Ausstellungen, Konzerte...). Essen im Hotspot steht schon auf dem Zettel. Ergebensten Dank!
 

Fellini

Active Member
Hallo @asterix,

bei Deiner Frage fiel mir auf, dass es keinen verlässlichen City-Guide für gehobene Ansprüche für Berlin gibt. Fährt man blind in die Stadt, verlässt sich auf Google, so kann man den ein oder anderen massiven Reinfall erleben. Gerade die gehypten Location halten nur allzu oft nicht, was ihnen angedichtet wird.

Als ehemals häufiger Restaurantgänger kann ich Dir nur den Guide Michellin empfehlen, alle anderen Gastro-Führer halten für mein Dafürhalten lange nicht, was sie versprechen.

https://guide.michelin.com/de/de/berlin-region/restaurants

Restaurant, die ich selbst mehrfach besucht habe, liste ich Dir gerne auf:

Madame Ngo – Kantstraße, Charlottenburg

- Gute vietnamesische Küche, zu sehr guten Preisen. Bei der Vielzahl von Vietnamesen in Berlin stimmen häufig nur die Preise. Hier ist es anders.

Nußbaumerin – Leibnizstr., Charlottenburg

- Traditionelle Wiener Küche im chicen Ambiente. Allerdings meint hier meine Partnerin, dass die Marillenknödel etwas abfallen. Wobei sie die Auffassung vertritt, die besten stammen eh aus meinem Topf, was natürlich übertrieben ist, aber die Blumen nehme ich dennoch gerne.

Katze Orange – Bergstr., Mitte

-Schlichtes Ambiente mit moderner leckerer internationaler Küche zu wohlfeilen Preisen.

Gärtnerei – Torstr., Mitte

-Etwas dunkel, aber geschmackvoll. Die vegileastigen Speisen sind absolut ihren Preis wert.

Irma la Douce – Potsdamer Str., Schöneberg

- Wüsste man’s nicht besser, müsste man beim Betreten der Lokalität beinahe annehmen im schicken Paris anstatt im oft schnöden Berlin gelandet zu sein. Eine typisch Pariser Brasserie mit zumeist ausgezeichneter französischer Küche. Gehört zweifelsohne zu meinen engeren Favoriten.

faelt – Vorbergstr., Schöneberg

- Klein aber fein mit offener Küche im schönen Akazienkiez.

Skykitchen – Landsberger Allee, Lichtenberg

- Nach einiger Überlegung würde ich meinen, dass ich das Lokal vielleicht zu meinem Favorit küren würde. Ausschlaggebend dafür ist der herrlich abendliche Blick über das beleuchtete Berlin, verbunden mit exzellenter moderner Küche. Glücklich, wer hier einen Fensterplatz mit Ausblick in Richtung Alexanderplatz erwischt.

einsunternull – Hannoversche Str., Mitte

- Gehobene Berliner Küche mit Finesse fernab sonstiger Berliner Spezialitäten wie Currywurst und Kebab.

tulus lotrek – Fichtestr., Kreuzberg

- Eine Ort mit gastronomischer Tradition, schon zu wilden Kreuzberger Zeiten allerdings unter anderem Namen und Betreiber ein Geheimtipp für ausgezeichnete Küche. Ungezwungen, hipp in nostalgischer Atmosphäre.

Facil – Potsdamer Str., Schöneberg

- So langsam wird es richtig teuer. Ja, man kann auch in mitten der Stadt im 5. Geschoss im gepflegten Kulturwald eins A speisen, wenn man den die Kohle ausgeben möchte

Rutz – Chausseestr., Mitte

- Wohl mit das Teuerste, was Berlin zu bieten hat. Zu recht? Nun, die Kritiker sind sich wohl weitestgehend einig und würden die Frage bejahen. Ich schließe mich einfach mal an. Kulinarisch wird hier alles bis ins kleinste Detail durchdacht und mit perfekter Sorgfalt kredenzt. Was jedoch nicht nicht ganz meinen Geschmack trifft, ist das Ambiente, aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen, vielleicht sieht man dies selbst auch ganz anders.


Museen / Ausstellungen.

Hier ist es selbstverständlich beinahe noch schwieriger Empfehlungen ob der Vielfältigkeit kultureller Schaffenskraft und persönlicher Vorlieben zu geben.

Für viele kunstinteressierte Touristen gehört die Museumsinsel sicherlich zum bevorzugten Kulturprogramm. Sicherlich zu recht, dementsprechend oft auch überlaufen und zeitumfassend. Alternativen gibt es jedoch reichlich, nennen möchte ich exemplarisch hier das Bröhan in Charlottenburg, das sich insbesondere dem Jugendstil und dem Art deco widmet, die Berlinische Galerie, die ihr Augenmerk auf moderne Kunst richtet – ich meine, dass dies die von mir am meisten besuchte Ausstellung in Berlin ist – und zuletzt kann ich noch jedem Freund der Fotografie das Museum für Fotografie in der wenn auch nicht sehr einladenden Jebensstr. nebst des Bhf. Zoologischer Garten nahelegen. Nun, was heißt zuletzt? Eigentlich könnte ich noch weiter und weiter fortfahren, ist das Kunstangebot in Berlin doch nahezu unerschöpflich. Berggruen, Neue Nationalgalerie und Hamburger Bahnhof kann ich dafür ersatzweise nennen.


Shopping

Auf Empfehlungen zur Bekleidung verzichte ich in soweit, da Berlin hier aus klassischer Sicht doch weitestgehend ein Ort der Ödnis ist, dass ich mich auf einen angeratenen Spaziergang über den Ku’damm uns insbesondere die Nebenstraßen wie Bleibtreu-, Knesebeck- und Schlüterstr. beschränken möchte. Kadewe dürfte eh allgemein bekannt sein.

Stattdessen empfehle ich eine Schiffstour am Abend, wofür der Herbst sicherlich die beste Jahreszeit ist.

https://www.berlin.de/tourismus/dam...schiffstour-abendfahrt-berlins-lichtergl.html





Ich wünsche Dir schöne Tage in Berlin und hoffe, dass das Wetter hieran seinen Anteil haben wird.
 
Oben