Alles darf neu..... Wohnzimmer einrichten

Hamburch

Well-Known Member
Ich bin zugegebenermaßen etwas überfordert....
ich bin in der glücklichen Situation, die neue Wohnung praktisch neu einzurichten.
Ok, ich könnte auch einiges mitnehmen, muss mir aber eingestehen, dass es irgendwie ziemlich zusammengewürfelt ist. Das, was man eben so kauft heutzutage, das Pendant zum Kaufhaus-Anzug.
Hochglanz weiß und braun dominiert.

Außerdem ist das alles auch schon ein paar Tage alt und ich kann eine Neueinrichtung gut vor mir selbst rechtfertigen.

Problem: Das Geld muss nun auch nicht unnötig rausgehauen werden für einen ambitionierten Raumausstatter, der sich ggf. einfach mal selbst verwirklichen möchte. Andererseits ist es immer noch eine Mietwohnung, so dass die Materialen nicht high end sein sollten. Muss nicht 30 Jahre halten.

Konkret geht es um eine EBK und das Wohnzimmer. Das an anderer Stelle angesprochene Ankleidezimmer / Büro bekommt wohl einfach einen PAX Schrank und einen Arbeitsplatz.

Zur Küche hab ich mir hier in Möbelhäusern ein paar Eindrücke verschafft, bin da aber noch unschlüssig.

Das Interessanteste ist im Grunde das Wohnzimmer (6m*4m = 24m²). Ich finde immer wieder Naturstein Verblender spannend (Tapete mutet etwas billig an). Es sollte modern aber seriös und aufgeräumt wirken. Trotzdem gemütlich.
Sowas spricht mich an: http://deavita.com/wohnzimmer/wohnzimmer-modern-gestalten-warme-tone.html

Ich tendiere zu warmen Farben, früher hätte ich es eher technisch-modern-kalt gemocht.

Es geht mir also zum Einen um die Gestaltung von Boden und Wänden, andererseits um die Farben, aber auch um die Einrichtung (Sofa).
Ich bin eher der Sofa-Lümmler. Mehr Sitztiefe, Hinlegen zum Fernsehen usw.
An anderer Stelle hab ich gelesen, dass das hier wohl eher als stilloses Sitzmöbel gilt (da ging es um Wohnlandschaften).

Außerdem wäre Input zu Wandschmuck, Leuchten, Bildern usw. super.

Ich scheue grundsätzlich auch nicht, für Beratung Geld auszugeben. Möchte das aber eben sinnvoll investieren.

Wer Lust hat, Ideen beizusteuern, ist herzlich eingeladen.

Danke im Voraus!
 
Zuletzt bearbeitet:

Banker

Well-Known Member
Wenn wir schon bei Analogien sind, würde ich einfach strukturell eine ähnliche Herangehensweise empfehlen, wie bei Kleidung auch.

Du kannst einen gewissen "Standard" übernehmen; wenn du da Qualität willst, müsstest du quasi den Pendant zum Herrenausstatter aufsuchen und der kostet ggf. für moderate Qualität eben mehr.

Oder: du investierst Zeit. Wenn du das machen möchtest, kann man m.E. einfach viel dadurch bewegen, dass man sich mit der Thematik beschäftigt und dann verschiedene Optionen durchdenkt oder in der Umsetzung ausprobiert.

Oder du nimmst halt irgendsoeine 0815 Einrichtung.

Deswegen würde ich mir überlegen, wie viel Zeit ich bereit bin zu investieren und welchen Qualitätsstandard ich haben möchte und dementsprechend zwischen den drei Alternativen (Qualität: nein -> 0815 Möbelhaus / ja -> individuell/zeitintensiv: nein -> "Einrichtungsberater", ja -> selbst informieren, ggf. hochwertige Gebrauchtmöbel etc.)

Die Steinverkleidungen finde ich persönlich 0815, bei Linoleum krallen sich persönlich bei mir die Fußnägel. Je nach Objektart, kann man nicht einfach auf den Putz streichen. Empfehle da einfach ein gescheites Malervlies und dann überstreichen, ggf. vorher gut ausputzen, wenn bisher nicht schön gemacht.

Vielleicht kann sich Buckminster dazu noch äußern, der kennt sich da sicher noch besser aus.
 

Hamburch

Well-Known Member
In einem Gespräch mit einem "Berater" lässt sich das Gröbste in 3-4 h vor Ort klären. Schriftlich ist das unmöglich.
Sofern Du selbst entscheiden kannst, nimm einen männlichen "Berater", es sei denn, Deine Mutter/Frau/Freundin kauft auch Deine Kleidung ein. Dann darf es auch eine "Beraterin" sein. ;)

Ja, nur mit wem? Wenn wir beim sartorialen Bezug bleiben, wie merke ich, ob ich gerade bei Anson´s oder bei Braun gelandet bin? Wenn ich mir die Einrichtungsshows im TV ansehe, bin ich schon manchmal leicht erschrocken....

Wenn wir schon bei Analogien sind, würde ich einfach strukturell eine ähnliche Herangehensweise empfehlen, wie bei Kleidung auch.

Du kannst einen gewissen "Standard" übernehmen; wenn du da Qualität willst, müsstest du quasi den Pendant zum Herrenausstatter aufsuchen und der kostet ggf. für moderate Qualität eben mehr.

Wer ist eben dieses Pendant zum Herrenausstatter? Offensichtlich google ich nach den falschen Begriffen, bisher war das nämlich recht erfolglos :rolleyes:
 

BuckminsterFuller

Gast
Hm, also grundsätzlich geb ich Butch recht. [emoji6]

Linoleum in uni(!) ist wirklich stark, (z.B. forbo walton uni) aber hat natürlich auch sein Preis. Steht der Boden überhaupt zur Debatte?

Von Natursteinverblendung halte ich nichts, das ist für mich La Martina. Generell sind meine Wände weiss, was natürlich jedes Klischee bedient, aber ich bringe lieber mit Einrichtung, Gebrauchs- und Alltagsgegenständen (ja auch etwas Deko...) Farbe ins Spiel. Da würde ich dann das Geld eher in eine ordentliche Küche investieren. (50€ p. m2 ohne Handwerker für die Verblendung ist nicht ohne) Ikea kann ich übrigens hierzu ausdrücklich nicht mehr empfehlen.

Grundsätzlich hat Butch bei der Küche recht, allerdings sollte schon genug Arbeitsfläche vorhanden sein. Grundsätzlich würde ich bei der Küche zum Schreiner gehen, das muss man aber selbst entscheiden bei einer Mietwohnung. Wenn die Küchen allerdings vernünftig sein soll, sind die in einem Küchenstudio genauso teuer wie beim Tischler.

Sofa ist ein schwieriges Thema, in dem Bereich finde ich BoConcept gut, wie auch bei Esstischen, sonstige Möbel sind da aber meiner Meinung nach den Preis nicht wert.
Kleiner Tipp, würd mich gegebenenfalls mal bei Schlafsofas umsehen. So kann man je nach Bedarf entscheiden, ob lümmeln oder aufgeräumt. [emoji6] Ansonsten halt die üblichen Verdächtigen, Lignet Roset, Magazin, Ikarus usw.

Ich denke, Inneneinrichtung ist extrem #stevesache, und ist vor allem über Qualität zu definieren. Ich würde aber grundsätzlich "zu viel" vermeiden. Wenn 2 Couchkissen toll sind, sind 10 nicht mehr toll. Wenn Farbe dann nur leichte Tönungen. Echtholz macht auch wohnlich. Alles in allem echt nicht leicht zusammenzufassen.
 

Fabian.

Well-Known Member
Vielleicht wäre eine grobe finanzielle Grenze gar nicht schlecht.
Als ich mit meiner Freundin zusammengezogen bin, standen wir auch vor der Entscheidung ob wir uns von unserem geringen finanziellen Budget eine neue Ausstattung von Poco oder nach und nach gebrauchte, etwas höherwertige Möbel kaufen, die nicht aus Pressholz bestehen.

Da meine Freundin glücklicherweise einen guten Riecher dafür hat, was an Möbeln zusammenpasst, haben wir unsere Einrichtung aus div. Möbeln und Accessoires zusammengewürfelt, die irgendwie doch sehr gut zusammen passen.
Das alles hat allerdings einiges an Zeit und Aufwand gekostet.

Banker hat den Punkt schon sehr gut angesprochen.
Mit gegebenem Budget kann man mit ein wenig Zeit und Aufwand durchaus eine hochwertige, zeitlose und schöne Einrichtung zusammenkaufen, mit der man auch in einigen Jahren noch Spaß hat.
Allerdings muss man sich dann selbst auch etwas damit beschäftigen, was es heißt, Möbelstücke miteinander zu kombinieren, muss selbst mal Pinsel und Hammer in die Hand nehmen und darf sich nicht davor verstecken, sich auch mal die Finger schmutzig zu machen.

Es gibt div. Foren, Blogs und vor allem Fotos/Anleitungen u.a. bei Pinterest, die jemandem, der sich gar nicht mit der Inneneinrichtung von Wohnungen auskennt, Leitfäden, Impressionen und Ideen an die Hand gibt um auch ohne große Kreativität die Wohnung einigermaßen schön einrichten zu können, ohne gleich einen teuren Innenausstatter konsultieren zu müssen.

Ebenso solltest du dir Gedanken darüber machen, welche Qualität du an Möbeln, vor allem in der Küche, wirklich brauchst und was du bereit bist, dafür auszugeben.
Dazu hat Butch ja schon Einiges gesagt.
Eine Küche für 20.000€ mag auf den ersten Blick mit tollen Zusatzfunktionen überzeugen; praktisch gesehen vermisst man so etwas aber nicht, wenn man es nicht hat. So gibt es auch für 5.000€ und weniger tolle Küchen, die mit vernünftigem Werkzeug nicht wesentlich unpraktischer sind als das teure Pendant. Dann kann man für die restlichen 15.000€ noch etliche sehr schöne Urlaube machen.

Ich schreibe morgen ggfs. noch etwas, bin nun zu müde.

Gruß,
Fabian.
 
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