Was trinke ich heute....

Diese Woche hatte ich eines der besten Biere, das ich dieses Jahr (und eigentlich überhaupt jemals) trinken durfte:

Frau Grubers Seriously Mysterious. Ein grandioser samtiger und mundfüllender Körper, erfrischende Zitrusfrucht im Antrunk und liebliche Ananas und Kokosnuss im Abgang. Ein wirklich sensationell ausbalanciertes Bier.

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Mit 8,3 Vol % Alkohol gehört es zu den eher stärkeren Vertretern der DIPAs. Die fruchtigen Aromen stammen von den Hopfensorten Select, Motueka und Nelson Sauvin (letztgenannte sind Züchtungen aus Neuseeland), das Fundament bilden Gersten-, Weizen- und Hafermalz. Zur eingesetzten Hefe habe ich leider keine genaueren Angaben. Frau Gruber bewegt sich für heimische Verhältnisse im oberen Preissegment (etwa sieben bis acht € je 440 ml), allerdings sind die Ergebnisse auch auf einem konstant hohen Niveau mit gelegentlichen erfreulichen Ausreißern nach oben. Insofern ist das Preisniveau hier imho auch wirklich gerechtfertigt.
 
Gestern abend eine schöne Überraschung aus der Rubrik Kellerrestesaufen. :D In die letzte Flasche Cuvée Confiance der an sich großartigen Domaine La Soumade aus dem exzellenten Jahrgang 2000 hatte ich nicht mehr viel Vertrauen (sic! :)). Aber die in jungen Jahren tannin- bis teerlastigen Rasteau-Weine (ich gestehe offen, dass ich den Wein nach Verkostung beim Händler eher nach der hohen Parkerbewertung gekauft habe, der Mann hat halt Ahnung von Grenache) darf man im Alter nicht unterschätzen. Wuchtige, dunkle Frucht (Holunder, Johannisbeere, Pflaume), genau auf den richtigen Punkt geschmolzenes, schön integriertes Tannin, endlos lang und perfekt balanciert. Geschmacklich kaum vergleichbar mit den Grenache-Cuvées im restlichen südlichen Rhône-Tal, dunkler und kräftiger und dabei weniger würzig als z.B. Châteauneuf-du-Pape. Die Flasche lag über den größten Teil meines Weinlebens in meinem Keller und hat in der Zeit auch schon einen Umzug überstanden. Aber Vertrauen kann sich lohnen. ;)

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Well-Known Member
Diese Woche hatte ich eines der besten Biere, das ich dieses Jahr (und eigentlich überhaupt jemals) trinken durfte:

Frau Grubers Seriously Mysterious. Ein grandioser samtiger und mundfüllender Körper, erfrischende Zitrusfrucht im Antrunk und liebliche Ananas und Kokosnuss im Abgang. Ein wirklich sensationell ausbalanciertes Bier.

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Mit 8,3 Vol % Alkohol gehört es zu den eher stärkeren Vertretern der DIPAs. Die fruchtigen Aromen stammen von den Hopfensorten Select, Motueka und Nelson Sauvin (letztgenannte sind Züchtungen aus Neuseeland), das Fundament bilden Gersten-, Weizen- und Hafermalz. Zur eingesetzten Hefe habe ich leider keine genaueren Angaben. Frau Gruber bewegt sich für heimische Verhältnisse im oberen Preissegment (etwa sieben bis acht € je 440 ml), allerdings sind die Ergebnisse auch auf einem konstant hohen Niveau mit gelegentlichen erfreulichen Ausreißern nach oben. Insofern ist das Preisniveau hier imho auch wirklich gerechtfertigt.
Klingt eher nach Smoothie ;)
 
Zum wochenendlichen Filetsteak freilaufender Rinder aus den Weiten Nebraskas gab es heute eine junge Wuchtbrumme aus dem südlichen Rhône-Tal, den einfachen Chateauneuf-du-Pape von Clos Saint Jean, eines vergleichsweise jungen Guts, das seit 2003 mit Hilfe des freien Önologen Philippe Cambie moderne, konzentrierte Cuvées mehrheitlich aus alten Grenache-Reben der Spitzenlage Le Crau erzeugt. 2016 war ein großes Jahr für die Region, so hat auch dieser "Basiswein" schon dunkle, überbordende Frucht, Brombeere, Himbeere, süße Kirsche und die Kräuter der Provence, wuchtiger Körper, laaaanger Abgang. Die auf dem Etikett ausgewiesene erstaunliche Alkoholgradation des Jahrgangs habe ich gleich noch separat fotografiert. Bei dem hohen Extrakt merkt man den Alkohol nicht, jedenfalls solange man nicht zu schnell vom Sofa aufsteht. :)

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