Was trinke ich heute....

Heute Wein zum irischen Filetsteak: Columbia Crest Walter Clore Private Reserve 2012 aus dem Columbia Valley des nordwestamerikanischen Bundesstaats Washington, Selektion der besten Erträge mit 36000 Flaschen im Jahrgang, gewidmet dem Pionier des Weinbaus dort. 80% Merlot, die große Rebsorte der Region, der Rest Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Malbec, 2 Jahre in neuen französischen Barriques, 14,8% Alkohol. Viel rotbeerige Frucht, rote Johannisbeere, Sauerkirsche, etwas Brombeere, ganz leicht Vanille, seidiges Tannin, enorme Fülle und Intensität.

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Heute eine Empfehlung einer Freundin: Mönchshof Original
Flasche sieht auffallend nach einer traditionellen Süddeutschen Brauerei aus, habe vor Jahren in Bamberg sehr gute Erfahrungen mit kleinen Hausbrauerein gemacht, zumindest versucht man hier das Image widerzuspiegeln.
Auffallend ist für mich beim Ausschenken, dass das Bier sehr hell ist und einen sehr feinen Schaum besitzt, der eine relativ hohe Schaumkrone bildet.
Farbe ist auch heller als gewohnt, fasst schon hell goldgelb.
Beim Geruch riecht man sofort eine gewisse Süße heraus, keine Ahnung, ob die jetzt direkt gut oder schlecht ist, wird sich vielleicht bei weiteren Flaschen herrausstellen....
Geschmacklich ist das Bier auch relativ süß, ich meine Heu herraus zu schmecken.
Für mich ist das schon eine Abwechslung zu "unserem" Bier, kann man sicherlich bei "dem Richtigen" trinken, leicht und unkompliziert halt, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss!
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Mönchshof ist eine Marke der Kulmbacher Brauerei, aber ich finde, das Programm ist durch die Bank zu empfehlen. Ich bin an sich kein Pilstrinker (und kein Riesling- oder Korntrinker, somit praktisch alkoholbezogen kein Deutscher ;)), deswegen finde ich die Mönchshof-"Manufaktur"sorten Märzen und Zoigl besser, aber das Pils ist ebenfalls ungewöhnlich aromatisch.
 
Also das ist ein starkes Stück!
Und stimmt auch nicht in dieser Schärfe, zumal ich gerade eben noch einen Jakob Schneider Riesling Niederhäuser Klamm 2018 von der Nahe im Glas hatte. ;) Aber von solch ungewöhnlich fetten, körperreichen Riesling-Exemplaren abgesehen (wie es sie im Elsass und in der Wachau auch regelmäßiger gibt), ist der typische schmale deutsche Säuerling meine Sache nicht.
 

chh

Well-Known Member
Und stimmt auch nicht in dieser Schärfe, zumal ich gerade eben noch einen Jakob Schneider Riesling Niederhäuser Klamm 2018 von der Nahe im Glas hatte. ;) Aber von solch ungewöhnlich fetten, körperreichen Riesling-Exemplaren abgesehen (wie es sie im Elsass und in der Wachau auch regelmäßiger gibt), ist der typische schmale deutsche Säuerling meine Sache nicht.
Probier mal :
ZIND-HUMBRECHT
 
Das ist wie der Vorschlag, "Du magst keinen Bordeaux? Probier' doch mal Chateau Margaux!" :) Absolute Spitzenweine schmecken fast immer jedem ganz ordentlich.

Wie ich schon sagte, klar gibt's viele körperreiche Top-Rieslinge aus dem Elsass, aus der Wachau und auch aus extremen Selektionen oder Superlagen der Pfalz oder selbst von der Mosel. Aber wenn einem nur die allergrößten Kanonen wie der Riesling Unendlich von FX Pichler ganz angenehm munden, dann mag man halt die Grundaromatik weniger als bei anderen Rebsorten, wo man den gleichen Effekt schon bei ordentlicher Mittelklasse hat. Bei Zind-Humbrecht mag ich z.B. die Gewürztraminer um Längen lieber.
 

chh

Well-Known Member
Das ist wie der Vorschlag, "Du magst keinen Bordeaux? Probier' doch mal Chateau Margaux!" :) Absolute Spitzenweine schmecken fast immer jedem ganz ordentlich.

Wie ich schon sagte, klar gibt's viele körperreiche Top-Rieslinge aus dem Elsass, aus der Wachau und auch aus extremen Selektionen oder Superlagen der Pfalz oder selbst von der Mosel. Aber wenn einem nur die allergrößten Kanonen wie der Riesling Unendlich von FX Pichler ganz angenehm munden, dann mag man halt die Grundaromatik weniger als bei anderen Rebsorten, wo man den gleichen Effekt schon bei ordentlicher Mittelklasse hat. Bei Zind-Humbrecht mag ich z.B. die Gewürztraminer um Längen lieber.
Ok:)
das "prizzeln" auf der Zunge bei deutschen Rieslingen - gerade von der Saar -, was Johnson ja oft als "strahlig" bezeichnet, mag' ich auch nicht.
Steh' mehr auf Elsässer und es muss auch nicht unbedingt Zind Humbrecht sein, es geht auch ein Roi Dagobert, z.B.:
http://www.cave-dagobert.com/Riesli...Bergbieten-2013-AOC-Alsace-75cl-pid44-f2.html
Da bin ich zehn Jahre lang jedes Wochenende vorbeigefahren und hab' oft eingekauft.
 
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