Kleine-Fragen-Strang: Uhren-Edition

lst08

Well-Known Member
Ich sag's gern wieder: ich liebe die Vintage DJs als Dresswatch am Stahlband - finde die neuen aber auch ziemlich cool. Ist für mich eine andere Art Uhr.
 

weriker

Well-Known Member
Kommt bisschen auf die Konfiguration bzw das genaue Modell an. 6-12 Monate haut vermutlich gut hin für die schöneren.
Das wurde mir ebenfalls so zugetragen, dass sicher mit ca. 6 Monaten zu rechnen sei. In nächster Zeit werde ich mal konkret nachfragen (für das 08/15-Modell schlechthin ;) ).

ich liebe die Vintage DJs als Dresswatch am Stahlband - finde die neuen aber auch ziemlich cool. Ist für mich eine andere Art Uhr.
Ich mag auch beide. Gegen die Vintage-Version spricht in meinen Augen der mittlerweile relativ kleine Aufpreis für die Neue.
 

bluesman528

Well-Known Member
Ich mein, Zenith und Omega machen auch schöne Uhren. Wenn der @Harveyy aber eine Rolex bzw. eine DJ will bringt es mMn auch nichts einen anderen Kauf zu tätigen. Da würde ich lieber 6 Monate warten als einen Kompromiss einzugehen.
Am Ende hättest du dann zwar eine tolle Seamaster/ El primero, willst aber eigentlich die DJ immer noch.
Ggf. halt auch eine alte in sehr gutem Zustand nehmen - ist im Preisrahmen locker drin.
Ich abstrahiere jetzt mal von den Flexern, für die nur eine Uhr am Arm in Frage kommt, die auch andere in ihrer Peer Group als teuer genug erkennen. Die sind nicht an mechanischen Uhren interessiert, sondern brauchen einen Kontoauszug am Arm. Dafür ist Rolex natürlich ideal (soweit für die Patek der Kontostand resp. die Kenntnis der Peer Group nicht reicht ;)).

Wenn man Spaß an mechanischen Uhren hat, beginnt das damit, dass man begehrt, was man sieht. Und leider ist Rolex für Einsteiger heutzutage die einzige wirklich allgemein bekannte Uhrenmarke. Es gibt unbestritten coole Modellvarianten bei Rolex, aber auch nun wirklich viel altbackenes Design und merkwürdige Qualitätseinschränkungen bei den älteren Modelllinien (Bänder etc.). Bei den Uhrwerken bietet man solide, aber auch etwas grobschlächtige Qualität.

Ich möchte dafür werben, sich in das Thema mechanische Uhren auch etwas tiefer reinzuschaffen, wenn man schon etwas Geld dafür aufwendet. Und sobald man über Uhrwerke und klassische Armbanduhren der großen Ära der mechanischen Uhr zwischen 1945 und 1975 da hineinkommt, sind Uhren nicht mehr nur länger hübsches Kinderspielzeug für Erwachsene und man lernt auch die Vielfalt des Angebots zu schätzen, aktuell und Vintage. Da hat Rolex seinen festen Platz, aber eben nur einen unter vielen.
 

Harveyy

Well-Known Member
@bluesman528 Lese deine Beiträge, was Uhren angeht (aber natürlich in aller Regelmäßigkeit auch sonst), sehr gerne.

Man merkt dir dein Interesse und die langjährige Leidenschaft für Uhren gleich welcher Marke und Preisklasse an.
Da kann man als jemand, der da in aller Regel einfach nach Optik und Gefallen geht, aber gleichwohl die Uhrmacherkunst trotz fehlenden Zugangs schätzt, sehr viel lernen - auch was Vintage Modelle und deren Eigenheiten angeht.
 

bluesman528

Well-Known Member
Für welche Anfangslektüre würdest du hier konkret werben wollen? Gerne auch per PN.
Es ist schwierig, weil die Informationen nur sehr dezentral zugänglich sind. Das eine Buch, das einem die Augen öffnet, gibt es nicht. Und jede Marke hat ihre eigenen Spezialisten, darunter auch einige, die längst untergegangen sind, wie Enicar, die Ende 1960er, Anfang 1970er bunte, abgefahrene Taucheruhren mit eigenen Uhrwerken gebaut haben, oder Universal Geneve mit ihren genialen Mikrorotor-Kalibern. Ich habe diesen Zugang vor mehr als 15 Jahren über Uhrenforen gefunden, aber deren große Zeit ist lange vorbei.

Ein interessantes Buch kann ich aber gern empfehlen. Der Autor Michael Mehltretter hat einen ziemlich prätentiösen Schreibstil, den man ertragen muss, aber er hat tatsächlich auch viel zu sagen, insbesondere im Vergleich alter vs. neuer Uhrwerktechnik. Das Buch heißt "Die Noblen aus der Schweiz", es hat das Manko, dass es ausgerechnet die wirtschaftlich bedeutendsten Schweizer Firmen der Ära 1945-1975, nämlich Omega und Longines, herauslässt (da fehlten ihm vermutlich die Inhouse-Kontakte).

Man erfährt eine ganze Menge über die klassischen Modellreihen von Patek Philippe, Vacheron Constantin, Audemars Piguet, Jaeger LeCoultre, IWC und ja, auch ein wenig Rolex :) mit aufwändiger Bebilderung nebst vielen detailreichen Uhrwerkfotos. Ist neben einigen netten Anekdoten auch trockener Sammlerstoff mit tausenden von Werksnummern und kleinsten Details, aber die Faszination der Uhrwerkbilder nebst Erklärungen wird sich jedem Interessierten erschließen.
 
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