Ich bin's, der Mahlekolben...

#1
Ah - hier muss ich hin!

Ich bin gestern von der Administration freigeschaltet worden und möchte mich zunächst vorstellen.

Hallo wertes Stilmagazin-Forum, hallo geschätzte Mitglieder!

Ich freue mich, ein so umfangreiches Forum zu einem der Themen gefunden zu haben, dem ich mich in nächster Zeit stärker widmen möchte. Ich bin Anfänger.

Mein Name ist Michael, ich bin 43 Jahre alt und wohne inmitten des Münsterlandes, wo ich seit über 10 Jahren auf selbständiger Basis im Bereich EDV unterwegs bin.

Neben der EDV (die irgenwie zu den Hobbies gehören muss, wenn man sie einigermaßen sinnvoll betreiben will) bin ich vielseitig interessiert. Fotografie gehört eher technisch dazu, dennoch freue ich mich über jedes, meiner Meinung nach, gelungene Bild. Hauptsächlich gilt mein Interesse alten, mechanischen Uhren, an denen ich gerne selbst Hand anlege. Und eben dieses "selbst Hand anlegen" in diesem Bereich ist mein Schwerpunkt in der spärlichen Freizeit.

Mein Nick stammt noch aus Zeiten, als Bildschirme grün oder wahlweise bernsteinfarben waren. Grau kam, glaube ich, erst später hinzu. Ansonsten ging es überwiegend um FTP und Telnet. Als das Internet begann, zum Internet und bunt zu werden, wurde ich quasi aus einem Hinterhalt heraus nach einem Usernamen gefragt. Da ich kreativ eher an der Entwicklungsstufe zur Amöbe kratze, fiel mir nichts besseres ein, als mich an die Kolben von Mahle in meinem Quattro zu erinnern, mit denen ich ihn damals ausgestattet hatte. Unter diesem Nick bin ich auch an anderen Stellen des Internets zu finden.

Ich bin ich - und das bin ich halt überall, wo ich gerade bin.

Wenn man nun, wie ich und sicherlich einige andere hier auch, älter wird und ein wenig aus der Hetzerei herauskommt, kann man damit beginnen, sich das Leben selbst etwas schöner und angenehmer zu gestalten. Von meiner Seite her kommt neben EDV, Fotografie und Schrauben an alten Uhren das Schreiben mit Füllern, das Interesse für alte, deutsche Schrift, das Rasieren mit Messern, der gelegentliche Genuss einer Pfütze Single-Malt Whiskys und das händische Aufgießen des morgentlichen Kaffees mit frisch gemahlenen Bohnen hinzu.

Und während ich mich so weiter entwickelte, stelle ich fest, dass es neben der Kaufhaus-Massenware auch passende (passendere) Kleidung gibt, sei es nun auf die Äußerlichkeiten, den Schnitt, das Material und die Verarbeitung oder eben auf den Rahmen bezogen, wo eben diese Kleidung getragen werden soll. Ich bin gerne etwas vorteilhafter angezogen, als zu schlampig.

Mir gefallen z.B. die Anzüge gut, die in alten Filmen getragen werden. Oft mit Umschlagmanschette, meist jedoch mit Weste und Krawatte getragen. Immer sieht man die Manschette unter dem Ärmel hervorschauen. Hin und wieder kommt auch ein Tuch in die Brusttasche. Irgendwie scheint der Sinn für diese Art der Eleganz verloren gegangen zu sein. Ich glaube auch, dass ein guter, geschmackvoller Anzug Ausdruck von Respekt gegenüber seinem Gesprächspartner ist. Wobei "gut" nicht immer "teuer" sein und auch nicht von einem Label abhängen muss. Das hat nichts mit Stil zu tun.

Meiner Meinung nach bedeutet Stil, sich innerhalb eines Rahmens sicher, elegant, und, vor allem: "angenehm aus Sicht der anderen" bewegen zu können. Das kann eine KFZ-Werkstatt ebenso betreffen, wie ein Gala-Besuch.

Besonders gefällt mir der britische Stil: Gedeckte Farben, schwere Stoffe, schöne Muster, Tweed - und immer eine Queen im Hintergrund, die vornehm zur Einhaltung der Protokolle mahnt...

Ich hoffe, dass ich mich hier zunächst gut einlesen darf und Ideen finde, wie es denn weiter gehen soll. Vielleicht kann ich bald hier und dort schon einen kleinen Kommentar hinterlassen.

Ich freue mich jedoch auf eine gute Zeit mit Ihnen und mit Euch und verbleibe


mit freundlichen Grüßen


Michael
 
Oben