Gute Biografien gesucht

Walter Isaacson - Steve Jobs
Daniel Kehlmann - Die Vermessung der Welt (allerdings keine 'echte' Biografie)
 
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Hauskonzert

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Auch keine "echte" Biografie, eher ein biografischer Roman aber sehr gut:
Michelangelo von Irving Stone

und mir wurde "Titan" über John D. Rockefeller sehr ans Herz gelegt.
 
Für jeden, der sich anlässlich seines 5. Todestages am 22.11.2016 mit dem langen und aufregenden Leben des großartigen Georg Kreisler (die meisten haben ihn unter "Taubenvergiften im Park" abgespeichert) auseinandersetzen möchte:

Hans-Juergen Fink und Michael Seufert: "Georg Kreisler gibt es gar nicht"
 

auditus

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Guten Tag,

ich suche gut lesbare Biographien über Beethoven. Die 1980 bei Rowohlt erschienene kenne ich.

Ich freue mich über Vorschläge. Weiterer Wunschkandidat ist Camille Saint-Saens, Melodiengenie und vielleicht der letzte Universalgelehrte.

Lektürevorschlag von mir an den geneigten Threadleser:
Werner Heisenberg: Der Teil und das Ganze. Gespräche im Umkreis der Atomphysik.

Ein packender, vielschichtiger autobiographischer Roman, von dem leider immer weniger Menschen wissen:
Robert M. Pirsig: Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten.

Ein wunderschönes Buch, das nicht im Geringsten von Motorrädern handelt.
Pirsig war damit in den 80ern beinahe zum Kultbuchautor geworden, heute kennt ihn kaum noch jemand. Nebenbei lernt sein Leser manches über klassische griechische Philosophie und die Chance zum Neubeginn.
Viel Freude damit wünscht

Peer
 
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Hallo,

was Beethoven-Biographien betrifft, ist die Zahl in der Tat unübersichtlich. Als nach wie vor gültiges Standardwerk erweist sich die Biographie von Maynard Solomon, weil er sich darin auch mit Beethovens wichtigsten Werken beschäftigt und sie aus ihrem zeitgeschichtlichen Zusammenhang heraus interpretiert. Neueren Datums und nicht minder empfehlenswert ist die von Jan Caeyers vorgelegte Darstellung von 2015. Und dann gibt es ja noch die Biographie von Beethovens Sekretär Anton Schindler, die aber, was ihren Wahrheitsgehalt betrifft, durchaus mit Vorsicht zu genießen ist. ;)
 

auditus

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Guten Tag,

vielen Dank für deinen Tipp. Schindler im Original wäre auch witzig. Schade dass er durch seine posthume Verklärung des Ziehonkels so viel Unsichereit in die Beethovenforschung gebracht hat. Er war so nahe dran wie kein anderer.


Zu meinem wärmstens ans Herz gelegten Tipp möchte ich noch ein Schlüsselwort hinzufügen, dass klitzeklein im Impressum des Buches für die meisten Augen verborgen das Herz des Buches erhellt:

Robert M. Pirsig: Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten. Ein Versuch über Werte.

Mit seinem 8-jährigen Sohn auf dem Sozius macht sich ein Vater auf gemeinsame Urlaubs-, Besinnungs- und einander Kennenlern-Reise quer durch die USA. Doch das Buch ist kein Reisebericht, obwohl diese Reise Robert M. Pirsigs tatsächlich in etwa so stattgefunden hat. Allmählich formt sich aus den Gedanken und Kopfkino des Vaters während der langen Stunden auf den Highways seine unglaubliche Biographie, in der ein Denkproblem, ein schieres Logikexperiment, völlig aus dem Ruder läuft.
Frei von Esoterik. Klug, berührend, tief.

https://www.amazon.de/Zen-die-Kunst-Motorrad-warten/dp/3596220203/ref=sr_1_sc_1/253-9155993-2391026?ie=UTF8&qid=1484814897&sr=8-1-spell&keywords=Robert+irsig


Herzliche Grüße

Peer
 
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