Gruß vom Balkan

#1
Hallo,
bisher ward ich bloß stiller Mitleser, doch nun möchte ich mich vorstellen:
ursprünglich aus Westfalen stammend, befinde ich mich derzeit als „NC-Flüchtling“ in weitaus südlicheren Gefilden. Nun in meinem dritten Lebensjahrzehnt wandelnd, bin ich bestrebt, mich des Knabengewandes zu entledigen, und eine angemessene Herrengarderobe zusammenzutragen. Dies im übrigen entgegen der allgemeinen slawischen Betrachtungsart, in welcher Krone der sartorialen Schöpfung der Adidas-Trainingsanzug ist (ein kleiner Scherz am Rande). Aufgrund eines studentischen, und damit beschränkten Budgets, bin ich großer Freund des Erwerbs von Kleidung aus zweiter Hand. Im Bereich der Material- und Verarbeitungseinschätzung habe ich bereits eine steile Lernkurve hinter mir, Wissenslücken befinden sich noch im Bereich Pass- u. Schnittform.
 

Scarlatti

Well-Known Member
#3
NC-Flüchtling am Balkan? Das klingt doch sehr interessant.. Insbesondere würde mich interessieren, ob man dort möglicherweise noch gutes Schuh- und Schneiderhandwerk vorfinden kann.
 
#5
Dankeschön!

NC-Flüchtling am Balkan? Das klingt doch sehr interessant.. Insbesondere würde mich interessieren, ob man dort möglicherweise noch gutes Schuh- und Schneiderhandwerk vorfinden kann.
Leider habe ich den Eindruck, dass klassische (inhabergeführte) Handwerksbetriebe wie man sie in Deutschland noch vereinzelt findet, dem Sozialismus zum Opfer gefallen sind. In der industriellen Fertigung von Textilien aller Art dagegen ist Bulgarien durchaus vertreten, und wird von Luxusmarken jeglicher Couleur gerne zur Auftragsfertigung genutzt. Sollte mir mal ein Geheimtipp unterkommen, so werde ich diesen selbstverständlich mitteilen.

Habe letztens diese Zeichnung (Szene aus dem Balkan) gesehen und dachte mir -ja, ein Rock kann man auch mit Stil tragen :)
Stilvoll sieht es aus, jawohl! Aufgrund von Szenerie (insbesondere das im Hintergrund gelegene Minarett) sowie Kleidung würde die gezeigte Szene in den Zeitraum der osmanischen Besatzung verorten (auch wenn das angesichts von 500 Jahren Besatzung durch das Osmanische Reich nicht sehr akkurat ist).
 
#7
Bulgarien, hm. Hatte jetzt auf Nicht-EU-Balkan (Serbien etc.) spekuliert. Bulgarien kennt man natürlich.
Persönlich hätte ich Serbien durchaus reizvoll gefunden, allerdings erfolgt innerhalb der Europäischen Union eine automatische Anerkennung einiger Berufsqualifikationen, zu denen auch die ärztliche Approbation gehört (vgl. Directive 2005/36/EC). Die Rückkehr nach Deutschland aus dem Nicht-EU-Ausland dagegen ist erheblich schwieriger.
 
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