Gibts Erfahrungen mit Haus oder Unternehmen auf LED umrüsten?

#1
Hallo! Ich muss mal eine Frage stellen, an alle die sich da wohl etwas besser auskennen: habt ihr denn bei euch zu Hause oder auch bei euch im Unternehmen schon alles auf LED umgerüstet, oder ist das ähnlich wie bei mir, ich hatte noch so viel Vorrat, dass ich bisher das nicht wirklich machen musste und wollte, aber nun denke ich mir, da ist doch ein Einsparungportential da das kann man nutzen und ich weiß aber ehrlich gesagt nicht genau worauf ich achten soll - es gibt soooo viele Angaben auf den Packungen da blickt man kaum mehr durch und auch die Frage ob man denn Qualität anhand des Preises absehen kann? Wie habt ihr das gelöst und wie viel kann man prozentual gesehen denn wirklich einsparen?
 
#2
Ja, habe ich schon vor einigen Jahren gemacht. Bis auf wenige 30W Leuchtstoffrohre, die eh selten genutzt werden, alles ausgetauscht. Habe ausschliesslich Produkte von Philips und Osram eingesetzt. Im Bad hatte ich früher 2x 40W Glühtechnik, und habe zunächst nur eine Lampe ausgetauscht. Keiner hat etwas gemerkt, und auch nicht auf Anfrage den Unterschied feststellen können ('Meinst du, dass ich jetzt links oder rechts gegen LED ausgetauscht habe?'). Dort jetzt also 2x4W statt früher 2x40W. In einem Kellerraum dann 2x10W statt vorher 40W+60W, und die Beleuchtung ist zudem stärker und wie ich meine auch besser als früher. Bin sehr zufrieden damit. Schon damals also 80-90% Energiekosten eingespart, obwohl die Investition nicht ganz günstig war. Heute könnte man sicher noch mehr an Stromverbrauch einsparen. Allerdings relativiert die Netzmiete das Ganze ziemlich. Gerade deshalb hat man diese wohl eingeführt, statt die Wartungskosten der Stromversorgung direkt zum kWh-Preis zu schlagen. Viele Stromproduzenten rechnen sich ja die Netzmiete bzw. ihren Gewinn mittels 'cost-plus' aus, solange die Gesetzgebung die separate Verrechnung zulässt.
 
#4
Ich habe anfangs begeistert auf LEDs umgestellt und war auch eifriger Leser des Fastvoice Blogs.

Mittlerweile sind wieder vermehrt Halogenlampen im Einsatz, zusätzlich noch diverse LEDs an unkomplizierten Stellen (meist e27, 10W (60W), warmweiß).

Richtig Geld sparen kann man eher mit modernen Haushaltsgeräten.

Btw: Wenn du bislang eher starke, reguläre Birnen (80W, 100W und höher) einsetzt, könntest du typische 10-12W LEDs aufgrund ihrer Helligkeit, Farbwiedergabe und Lichtverteilung (oft 240°) auch als Rückschritt empfinden.
 

Urs

Well-Known Member
#5
Ich habe seinerzeit quasi eine Palette 100W Birnen gekauft, als das noch "erlaubt" war. Die reichen mir sicherlich noch 10 Jahre. Finde das Licht einfach angenehmer. Und wie Dr. Severin schon sagte: Energie eingespart wird woanders. Und ganz ehrlich: wer Krawatten für 100,00 EUR, Schuhe für 350,00 EUR und Hemden für 150,00 EUR kauft, dem wird auch mit den guten alten 100W-Glühbirnen keine Zahlungsunfähigkeit drohen.
 

Lionel_Hutz

Well-Known Member
#6
Ich habe seinerzeit quasi eine Palette 100W Birnen gekauft, als das noch "erlaubt" war. Die reichen mir sicherlich noch 10 Jahre. Finde das Licht einfach angenehmer. Und wie Dr. Severin schon sagte: Energie eingespart wird woanders. Und ganz ehrlich: wer Krawatten für 100,00 EUR, Schuhe für 350,00 EUR und Hemden für 150,00 EUR kauft, dem wird auch mit den guten alten 100W-Glühbirnen keine Zahlungsunfähigkeit drohen.
Das mit der Lichtfarbe ist zwar ein Argument, der Rest aber nicht.

Unnötiger Ressourcenverbrauch ist auch nicht dadurch schöner, dass man es sich leisten kann. Laut Umweltbundesamt ist der absolute Stromverbrauch für Haushaltsbeleuchtung trotz steigenden Lichtbedarfs bis 2015 um 3 TWh zurückgegangen. Das ist keine Ernergieeinsparung?

Wegen der "Altbestände", die langsam ersetzt werden, wird die Realisierung des vollen Effekts ab 2020 erwartet. Wieviel Kraftwerksleistung irgendwelcher Energieträger damit eingespart werden kann, mal beiseite: Bei einem Strompreis von 30ct/kWh sind das ca. 900 Mio. EUR Stromrechnung. Auf die Stromrechnung des einzelnen vielleicht im Schnitt nur ca. 10 EUR, die in Anbetracht einer 100 EUR Krawatte "eh schon egal" sind.

Einfach mal über den kategorischen Imperativ nachdenken: 10 EUR mögen den meisten Teilnehmern hier egal sein, aber wenn alle so denken, wird jede Menge Potenzial verschenkt. Oder wem Kant zu kompliziert ist stattdessen an Astrid Lindgren denken: Wer die Welt verändern will, soll am besten bei sich selbst anfangen.

Ich haue aus Bequemlichkeit leider auch unnötig Strom raus (Stichworte: Standby and Vampire Drain), deswegen werfe ich auch keinem vor, an Glühbirnen zu hängen. Ich würde aber auch nie auf die Idee kommen, das damit zu rechtfertigen, dass ich es mir leisten kann.
 
#8
Da geht es ja nicht nur darum ob man sich es sich leisten kann bei einem größeren Stromfresser zu bleiben, da kann man ja auch ein wenig die Umwelt beachten. Auch wenn mir das Geld egal ist möchte ich ja noch eine halbwegs schöne Welt vorfinden.

Die Lichtfarbe kann man heute schon so einstellen, dass wirklich alles passt. Im Ankleidezimmer könnte man sich auch Tageslicht hineingeben, dann sieht man wie die Farben auf der Straße aussehen. Da müsste man sich aber ein wenig mit den Einstellungen auskennen bzw. ein wenig herumspielen.

Bei mir ist schon fast alles auf LED umgerüstet, ich habe mich aber auch sehr lange dagegen gewehrt. Kannte da ein paar negative Beispiele. Ich habe mich erst dazu entschlossen wie bei mir auf der Arbeit alles auf LED Beleuchtung umgerüstet wurde. Das Umrüsten auf LED Lampen hat da einiges zum Positiven verändert, das hat mich dazu veranlasst bei mir auch alles umzurüsten obwohl ich noch ein paar Glühbirnen hatte.

Ich habe meine alten Glühbirnen im Internet weiterverkauft und sogar Gewinn gemacht, also das wäre schon ein Ansatz sich den Umstieg zu finanzieren;)
 
#9
Keiner hat etwas gemerkt, und auch nicht auf Anfrage den Unterschied feststellen können ('Meinst du, dass ich jetzt links oder rechts gegen LED ausgetauscht habe?'). Dort jetzt also 2x4W statt früher 2x40W. In einem Kellerraum dann 2x10W statt vorher 40W+60W, und die Beleuchtung ist zudem stärker und wie ich meine auch besser als früher. Bin sehr zufrieden damit. Schon damals also 80-90% Energiekosten eingespart, obwohl die Investition nicht ganz günstig war. Heute könnte man sicher noch mehr an Stromverbrauch einsparen. Allerdings relativiert die Netzmiete das Ganze ziemlich. Gerade deshalb hat man diese wohl eingeführt, statt die Wartungskosten der Stromversorgung direkt zum kWh-Preis zu schlagen. Viele Stromproduzenten rechnen sich ja die Netzmiete bzw. ihren Gewinn mittels 'cost-plus' aus, solange die Gesetzgebung die separate Verrechnung zulässt.
Haha - das finde ich ja mal super, dass das nämlich keiner merkt, wenn du du denn nicht explizit etwas dazu sagst, ja oftmals wird da mehr geschimpft als denn die Leute wirklich Ahnung haben. Und ja klar, könnte man wenn man auch die Strompreise mehr und mehr vergleicht auch da noch viel einsparen. Das ist auf jeden Fall auch eines meiner Vorhaben im privaten Bereich.

Wegen der "Altbestände", die langsam ersetzt werden, wird die Realisierung des vollen Effekts ab 2020 erwartet. Wieviel Kraftwerksleistung irgendwelcher Energieträger damit eingespart werden kann, mal beiseite: Bei einem Strompreis von 30ct/kWh sind das ca. 900 Mio. EUR Stromrechnung. Auf die Stromrechnung des einzelnen vielleicht im Schnitt nur ca. 10 EUR, die in Anbetracht einer 100 EUR Krawatte "eh schon egal" sind.

Einfach mal über den kategorischen Imperativ nachdenken: 10 EUR mögen den meisten Teilnehmern hier egal sein, aber wenn alle so denken, wird jede Menge Potenzial verschenkt. Oder wem Kant zu kompliziert ist stattdessen an Astrid Lindgren denken: Wer die Welt verändern will, soll am besten bei sich selbst anfangen.
Da gebe ich dir auch voll Recht letztlich ist es aber im privaten Bereich sicher nur wenig anfangs, aber man muss das Ganze eben auch größer denken, also ich zu Hause muss eben so an die 5 Lampen tauschen und in einer Werkhalle dann schaut es ganz anderes aus wenn die auf LED umrüsten - da sind das dann andere Größenordnungen.

Bei mir ist schon fast alles auf LED umgerüstet, ich habe mich aber auch sehr lange dagegen gewehrt. Kannte da ein paar negative Beispiele. Ich habe mich erst dazu entschlossen wie bei mir auf der Arbeit alles auf LED Beleuchtung umgerüstet wurde. Das Umrüsten auf LED Lampen hat da einiges zum Positiven verändert, das hat mich dazu veranlasst bei mir auch alles umzurüsten obwohl ich noch ein paar Glühbirnen hatte.

Ich habe meine alten Glühbirnen im Internet weiterverkauft und sogar Gewinn gemacht, also das wäre schon ein Ansatz sich den Umstieg zu finanzieren;)
Darf ich dich denn fragen, wie lief denn die Umrüstung in der Arbeit ab - welches Ausmaß hatte das und wie schnell oder eben langsam geht denn das dann von statten?
 
#10
Das ging sehr schnell, vom Erstkontakt bis zu dem Zeitpunkt als dann alles Umgerüstet wurde verging nicht viel Zeit. Auch der Wechsel an sich verlief sehr schnell, der Betrieb lief nebenbei ungehindert weiter. Macht auch keinen Dreck und man wird jetzt nicht pausenlos durch irgendeinen Lärm gestört.
Denke da ist die Lichtmiete schon eingespielt und bringt das zügig voran. Natürlich ist es immer abhängig davon wie groß das Unternehmen jetzt ist, wie viele Lampen es gibt oder aber auch in welcher Höhe das alles abläuft.
 
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