Espressotrinker?

Habe mir vor einiger Zeit eine Xenia reserviert die im Kaffeenetz "entstanden" ist. Damals war die Wartezeit noch lang, aber seit bald 2 Jahren steht das Gerät in meiner Küche und macht den für mich besten Espresso weit und breit. Dazu gab's nicht die Xenia-Mühle sondern eine Bezzera b005. Die Kombination funktioniert für mich.

Es ist allerdings ein Siebträger und das bedeutet, dass der gesamte Leidens- und Lernensweg durchlaufen wird bis ein wirklich guter Kaffee da raus kommt - vorher hatte ich auch so ein Kapselsystem. Danach allerdings - ich möchte die Xenia nicht mehr weggeben!

Letztlich hängt es wirklch davon ab, was die persönliche Präferenz in Sachen Kaffee ist und wie viel Aufwand man dazu betreiben möchte.

Bitte entschuldigt - das Foto ist noch vom Auspacken, also schon älter. Ich sollte mal wieder ein neues machen bei Gelegenheit...
 

Anhänge

Die Xenia steht auch auf meiner Wishlist - allein schon weil man sie schön personalisieren kann, sowohl von der Technik, wie auch vom Erscheinungsbild...sehr feine Maschine. Ich schleiche momentan um die Xenia-Mühle - mal sehen. Übrigens ein weiterer Nachteil von kombinierten Maschinen - sollte die Mühle irgendwann nicht mehr reichen, kann ich die upgraden und behalte die Espressomaschine.
 

Columbo

Active Member
sehr coole Maschine. Hätte ich damals auch gerne gehabt... aufgrund meines Budgets musste es leider ein kompakter Chrombomber werden. Was nicht ist, kann ja noch werden.
 

LordLokii

Well-Known Member
Es ist halt eine Frage was man ausgeben möchte und wie viel "Zeit" man investieren möchte.
Auf Arbeit haben wir eine la marzocco zu stehen. Highend und mit das Beste was man kriegen kann. Aber man muss Lust haben sich damit zu beschäftigen.
Was schwebt dir den preislich vor und wie viel Platz hast du? Und was is dir wichtig. Nur Espresso? Milchschaum? Tee?
 
Also meine Maschine ist komplett in Chrom gehalten, ich habe noch nie einen Siebträger mit soviel Holzapplikationen gesehen :cool:
Na, die gibt's ja auch in Chrom. Oder Blau. Oder Rot. Oder Anthrazit. Oder Weiss. Oder Metall matt, wie heisst das noch gleich? So gestrichen oder gezogen. Usw. Die Griffe und Druckanzeigen können auch individuell gewählt werden.. Wasser Links, Dampf Rechts, umgekehrt, etc. Eine wirklich hohe Konfigurierbarkeit, auch betreffend Festwasser, Wassertank, Abfluss... keine Ahnung was mittlerweile alles möglich ist. Ich glaube ich war damals der erste Kunde in der Schweiz. Ich stehe halt auf die Holzapplikationen. Absolute Geschmackssache, bei mir findet man aber auch nichts von diesem neumodischen Carbonzeugs - ich mag warme Farben und Umgebungen.

Was mich aber letztlich überzeugt hatte - nach durchlesen der damals etwas über hundert Seiten der Entstehung im Forum - war, wie gut durchdacht das Konzept war und dass die Abmessungen absolut küchentauglich sind.
Kurz vorher war noch die Profitec 700 (Dualboiler) im Fokus. Sicher eine sehr gute Maschine, aber komplett überdimensioniert für (m)einen Privathaushalt, ausserdem rund 35% teurer. Kommt halt auf die Ausstattung bei der Xenia an.

Ausschlaggebend war für mich dann auch die kurze Aufheizzeit für einen Siebträger: Keine 15min. und der erste Espresso kann bezogen werden.

Zurückblickend auf die Zeit seit ich sie habe, kann ich sagen, dass ich es keineswegs bereut habe und nach wie vor hochzufrieden bin wie am ersten Tag. Wenn man Espressi mag, natürlich.

Im Anhang noch ein aktuelles Foto der Kombination. Ich bitte um Entschuldigung - wöchentliche Reinigung steht erst morgen an.

DSC_1337 (Groß).JPG
 

Anhänge

Vielleicht an dieser Stelle noch eine kleine Ergänzung zur Findung der passenden Rösterei für die "optimale" Bohne zur Maschine:

Nachdem die Maschine letztlich recht spontan eintraf, habe ich erst mal Bohnen aus dem Supermarkt geholt, was der komplette Reinfall war. Die Bohnen dort sind i.d.R. einfach schon zu alt, also Röstdatum zu weit zurück.

Nächster Versuch war dann einer der Gewinner an den Espresso-Meisterschaften oder wie die heissen - bestellt, bekommen - und festgestellt, dass die Bohnen wiederum bereits vor 3 Monaten geröstet wurden. Daraus wurde auch nichts. Es kam wohl Espresso raus, aber er schmeckte nicht.

Danach habe ich mich nochmal ins Thema eingelesen und der generelle Tenor ist: Möglichst frisch geröstet soll es sein.

Daraufhin habe ich mir in der Nähe einige Röstereien ausgesucht und mich da durchprobiert - letztlich bin ich bei einer 50/50 Robusta / Arabica Mischung einer lokalen Rösterei hängengeblieben, die einen so richtig schönen italienischen Autobahnraststättenkaffe ergibt - kurz, kräftig und lecker mit fetter Crema.
Da hole ich mir alle 5-6 Wochen frisch geröstete Bohnen in 250g Säckchen, damit sie möglichst kurze Zeit geöffnet sind und wenig ausgasen. Dabei sollte die Röstung aber 5-7 Tage her sein, vorher hat er für meinen Geschmack zu viel Säure.

Als mein persönliches Fazit möchte ich hier weitergeben: Nicht die Maschine macht's, sondern vor allem die Bohne und die Übung. Die Maschine hilft nur und es ist durchaus zu bevorzugen, wenn dort möglichst viele Parameter konstant bleiben können (Temperatur & Druck einstellen lassen und auch die Wasserhärte möglichst konstant halten bei möglichst PH Neutral und 7dh - mit Mahlgrad, Menge und Sorte des Kaffees lässt es sich gut genug spielen).

Dass für das Einmahlen und Einregulieren erst mal 300-500g Bohnen durchgehen beim Sortenwechsel, sollte man auch in Kauf nehmen.
Meine ersten Tage war ich ziemlich unter Koffein-Überdosis, bis das einigermassen gepasst hat.

Wie bereits gesagt - alles sehr subjektiv, ich denke, da muss jeder seinen eigenen Weg finden.
 
Oben