Die minimalistische Garderobe

asterix

Well-Known Member
#31
Bei dir im Dorf gibt's doch den Schneider der schon seit 30 Jahren dort ist. Frag doch mal nach und sagst grüsse von mir :p
Falls wir das gleiche „Dorf“ und den gleichen Schneider meinen habe ich andere Preise in Erinnerung.

Im Ernst: 45 € für ein Maßhemd, inklusive Aufmaß, Besprechen, Probe, Anfertigung zu auskömmlichen deutschen Handwerkersätzen???
 

havanna

Well-Known Member
#32
Falls wir das gleiche „Dorf“ und den gleichen Schneider meinen habe ich andere Preise in Erinnerung.

Im Ernst: 45 € für ein Maßhemd, inklusive Aufmaß, Besprechen, Probe, Anfertigung zu auskömmlichen deutschen Handwerkersätzen???
Mach doch einfach ne Runde. Die meisten Schneider sind froh wenn jemand nach etwas vom Mass fragt.. Mein Italiener vor Ort möcht 50 Euro mit Stoff&espresso und Lebensgeschichten :)
 

asterix

Well-Known Member
#33
Zum Thema: Ich finde den Ansatz gut, wenig zu kaufen und dafür auf Qualität zu achten. Auch wenn meine Garderobe mittlerweile deutlich größer ist versuche ich darauf zu achten, möglichst vielfältig kombinierbare Stücke zu ergänzen, damit viel zu vielem passt und ich nach Möglichkeit alle verfügbaren Teile auch regelmäßig trage; das gelingt nicht immer, aber immer häufiger. Bei den Sale-Angeboten finde ich es sinnvoll, auch mal etwas hochwertiges liegen zu lassen, wenn es es eher „abgefahren“ und daher weniger kombinationsfreudig ist bzw (früher im Sale für etwas mehr Geld) besser kombinierbare Stücke zu kaufen. Von Sneakern bin ich völlig ab, die gingen bei mir immer spätestens nach einem Dreivierteljahr kaputt.
 

asterix

Well-Known Member
#37
Primär geht es mir mehr um Flexibilität im Hinblick auf die Stoffe und Schnitte, vor allem mit meinen schmalen 1.91m brauche ich einerseits etwas längere Arme bei Hemden ebenso wie längere Beine und keinen allzu voluminösen Schnitt wie etwa bei Cordings. Und wenn ich dann an Bespoke denke, dann denke ich an das 'einzigartige' Schnittmuster und die Handarbeit in Form von Schulter oder Kragen etwa und mir gefällt der Gedanke, dass man mit den Stücken alt wird und quasi im Hinblick auf Passform, Machart und Finish keinen Kompromiss eingeht, wobei ich spontan auch eher zu Neapel anstatt etwa zu London tendieren würde, wenn man sich noch Gedanken um den Stil macht.
Wenn es mit Bespoke los geht würde ich die „Einzigartigkeit“ nicht übertreiben, das erhöht bei die Chance auf eine teure Schrankleiche. Ein dunkelblaues Sportsakko zum Start, einreihig und schlicht geht zu vielem und bereitet lange Freude. Btw: Eine Kontrollfrage wäre noch, wie denn du absehbar typischerweise gekleidet sein möchtest, in welchem Umfeld du dich bewegst und welche lebenspraktischen Widrigkeiten (Fahrradfahren, bestimmte Dresscodes...) dreuen.
 

Scarlatti

Well-Known Member
#38
Da fällt mir ein: ich kenne auch einen Herrenschneidermeister, der einem für nen Fuffi ein Vollmaßhemd, für 200 Euro eine Vollmaßhose usw. macht. Habe mal testweise einen Anzug zum Ändern hingegeben, der dann von einem anderen Schneider komplett nochmal gemacht werden musste.
 

asterix

Well-Known Member
#40
Ebenfalls zum Thema: Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich meinen Geschmack entwickelt habe und dabei nicht wenig Geld versenkt. Gerade reduzierte hochwertige Stücke verleiten zum Kauf. Ich versuche in solchen Fällen zu überlegen, mit welchen bestehenden Stücken ich den potentiellen Kauf kombinieren kann, dann mich selbst kritisch zu fragen, ob ich das Stück so toll finde, dass ich es auch für den regulären Preis gekauft hätte (bei studentischem Budget natürlich schwieriger) und schließlich nicht sofort zu kaufen sondern zumindest eine Nacht darüber zu schlafen. Das hilft, eine tatsächliche Basis-Garderobe zu entwickeln, die mittlerweile gezielt ergänze wenn ich merke, dass mir etwas besonders gut gefällt bzw ich eine besondere Art Kleidungsstück bzw. Accessoire besonders häufig trage. Ach so: wenn ich etwas spontan „witzig“ finde, kaufe ich es niemals.
 
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