Angemessene Kleidung für Alter, Job, Anlass

Engelbert

Well-Known Member
#51
Im Vergleich/der Frage geht es darum ob es stilvoll ist einem Freund bei Missachtung von Regeln Beistand zu leisten. Missachtung von Regeln ist Missachtung von Regeln. Es geht nicht um die Frage ob mir die Regel nun gefällt oder nicht oder ob diese aus meiner Sicht Sinn macht. Solange die vom Hausherrn aufgestellten Regeln nicht unseren Gesetzen widersprechen ist es völlig unerheblich welchen Inhalt sie haben und sie zu verletzen nun ein Kapitalverbrechen, Sachbeschädigung, Straftat, Ordnungswidrigkeit, Kavaliersdelikt, Fauxpas oder was auch immer ist.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
 

Hadrianus01

Well-Known Member
#55
Wenn ich dich als Freund besuche werde ich alle deine Wünsche und Regeln befolgen. Du bist wirklich. Du bist echt.

Was jedoch wenn die Regeln von einem Spuk oder von einem Geist stammen?
(Gott. Vaterland, Gesellschaft e.t.c)

Als Beispiel: Um den religiösen Regeln angemessen zu sein wurde ich mit 14 jahrem beschnitten, ohne betäubung versteht sich.

Respekt vor dir als Mensch ja,
vor abstrusen Gehirnkonstrukten und Regeln nein!
Selbst wenn wir einmal annehmen, daß Entitäten wie Gott, Vaterland, etc. nicht bzw. nicht in der gleichen Weise die Eigenschaft Existenz zuzuordnen wäre wie Menschen, wäre es dennoch geboten, aus Respekt vor den Menschen, die der jeweiligen Organisation (Dies gilt allerdings nicht für per se verwerfliche Organisationen wie z.B. Verbrechersyndikaten) angehören, in den jeweiligen Räumlichkeiten das Hausrecht innehaben und deren Gefühle man verletzen könnte (Meines Erachtens spielt die Anzahl hier keine Rolle), diesen Regeln zu folgen, wenn man dies ohne gravierende negative Konsequenzen für sich selbst tun kann. Betrachtet man das Problem so, wird zum leitenden Kriterium nicht der Respekt vor eventuell fiktiven Entitäten, sondern die Reziprozität von Präferenzen.

Die ohne Narkose vorgenommene Circumcision gegen den Willen des Opfers steht m.E. auf einer ganz anderen Ebene, da hier ein illegitimer (Ich gehe dabei davon aus, daß dieser Eingriff medizinisch nicht indiziert war und es Deine Präferenz gewesen wäre, daß er nicht stattgefunden hätte) und eventuell auch illegaler (Um dies würdigen zu können, gebricht es mir an juristischer Kompetenz) Eingriff in Deine körperliche Unversehrtheit vorgenommen wurde, wobei erschwerend hinzukommt, daß dessen Ergebnis zumindest meines Wissens nicht reversibel ist.
 
#56
Vielen Dank für die mitunter sehr eloquenten Antworten, auch wenn das Gespräch stark die Richtung gewechselt hat. Ich nehme mal mit, dass ich tragen kann was ich will, aber nicht richtig weil ich nicht zu stark aus dem Umfeld ausbrechen sollte. In der Uni bleibe ich mal bei Kombinationen mit Lederschuhen und auf der Arbeit kann ein Anzug ab und zu nicht schaden.
 

bluesman528

Well-Known Member
#57
Vielen Dank für die mitunter sehr eloquenten Antworten, auch wenn das Gespräch stark die Richtung gewechselt hat. Ich nehme mal mit, dass ich tragen kann was ich will, aber nicht richtig weil ich nicht zu stark aus dem Umfeld ausbrechen sollte.
Aber dann ist da noch der Kölner Dom. Da kann ein zu starkes Downgrading dann auch letztlich zum Platzverweis führen. ;)

Ich glaube, die tiefere Erkenntnis ist, dass man in ausnahmslos jeder Kleidung irgendwo anecken kann, weil man es im Blick spezieller Mitmenschen entweder an ästhetischer Würde oder an äußerer Bescheidenheit fehlen lässt. Daraus speist sich ja mein Rat, einfach konsequent sein Ding durchzuziehen, ohne sich den Launen seines Umfelds zu unterwerfen. Das macht nämlich das Leben für niemanden besser.

In der Uni bleibe ich mal bei Kombinationen mit Lederschuhen und auf der Arbeit kann ein Anzug ab und zu nicht schaden.
Lederschuhe sind immer gut. Anzüge auch. :)
 
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